• vom 05.05.2012, 07:30 Uhr

Reisen

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Wandertipp

Alte Hütte ganz neu


Von Alexander Mayr-Harting

  • Schneeberg-Freunde dürfen jubeln. Ein Jahr nach dem Brand des Haller-Hauses steht bereits die neue Unterkunft. Eine große Lücke für (Weit)wanderer und Ausflügler wurde in Rekordzeit geschlossen.

Da, wo einst das Haller-Haus stand, entsteht das Naturfreundehaus Knofeleben. - © Naturfreunde Knofeleben

Da, wo einst das Haller-Haus stand, entsteht das Naturfreundehaus Knofeleben. © Naturfreunde Knofeleben

Die Aufregung war groß, als am 8. April 2011 das Friedrich Haller-Haus der Naturfreunde einem verheerenden Feuer zum Opfer fiel. Der beliebte Wanderstützpunkt am südlichen Schneeberg in 1250 Meter Seehöhe brannte, begünstigt durch Dürre und stürmischen Wind, binnen Stunden bis auf die Grundmauern ab. Ursache soll ein defekter Stromverteiler gewesen sein.

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Bereits ein gutes Jahr später, am Sonntag, den 6. Mai 2012, wird das neue, nach ökologischen Richtlinien und in Rekordzeit errichtete Schutzhaus, feierlich öffnet. Der Grund für den neuen Namen: "Naturfreundehaus Knofeleben" ist schnell gefunden. Genau jetzt zu Beginn des ersehnten Bergfrühlings sprießt hier oben flächendeckend die Vitaminbombe Bärlauch, auch Knofelspinat genannt. Die Hütte ist also leicht zu finden - notfalls stets der Nase nach!

Tagestour von Payerbach-Reichenau

Die Beliebtheit - vor allem bei Schulklassen und Familien mit Kindern - verdankt der neue, alte Stützpunkt seiner großen Liege- und Spielwiese samt bester kulinarischer Versorgung und vieler Tourenmöglichkeiten.

Tageswanderer starten beim Bahnhof Payerbach-Reichenau und marschieren entlang des Wanderwegs Nr. 834 nach Schneedörfl, vorbei am Forsthaus über den gesicherten, aber unschwierigen Mariensteig in die wildromantische "Eng". Hier findet man renovierte Holzriesen, auf denen noch bis in die 1950er Jahre gefällte Bäume zu Tal gebracht wurden. Bei einer Abzweigung angelangt, geht es zunächst links durch den Promischkagraben. Nach einem Kurzanstieg durch Fichtenwald erreicht man nach gut zwei Stunden das ersehnte Ziel und gönnt sich eine Pause.

Retour geht’s übers Alpleck und die Bodenwiese zur Waldburgangerhütte. Von hier gelangt man zum Geyerstein (wunderschöner Ausblick!) und Geyerhof zurück zum Bahnhof. Für den Rundgang sind fünf bis sechs Stunden einzuplanen. Die Naturfreunde empfehlen diese Variante auch konditionsstarken Kindern (die gibt’s wirklich noch!) ab zehn Jahren. Die kürzere Variante (retour über den Aufstiegsweg durch die Eng) dauert maximal vier Stunden.

Zweitagestour mit Schneeberg-Abstecher

Eine mögliche Zweitagesvariante führt zunächst - wie bei der Tagestour beschrieben - über den Mariensteig und die "Eng" zur bereits genannten Abzweigung. Hier nimmt der Wanderer den rechten Steig Richtung Lackaboden aufs Alpleck. Von dort geht’s über Krummbachsattel und Kuhplagge auf das Berghaus Hochschneeberg. Dieser Anstieg dauert etwa fünf Stunden. Hartgesottene erklimmen noch den Schneeberggipfel und übernachten hier. Oder sie gehen zurück zum Krummbachsattel und gelangen in etwa zwei Stunden über den sanierten Wassersteig zur neuen Hütte. Elf Zweibettzimmer und insgesamt 46 Schlafplätze warten auf den müden Wanderer.




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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-05-02 17:35:06
Letzte Änderung am 2012-05-03 16:03:45


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