Alle Jahre wieder gilt es, sich über die mobile Kommunikation im Urlaub Gedanken zu machen. Inzwischen sind die Höchstgrenzen innerhalb der EU geregelt, sorgloses Verhalten kann dennoch kostspielige Nebenwirkungen haben.
Alles inklusive
Wer im Ausland telefonieren, im Web surfen und E-Mails verschicken will, kann sich mit den diversen Roaming-Paketen der heimischen Mobilfunkbetreiber absichern. Hier kauft man eine bestimmte Datenmenge bzw. eine Anzahl an Telefonieminuten zum Fixpreis - mehr Infos gibt es auf den Homepages der Betreiber.
Sinnvoll ist es sicher, sich über diese bereits vor Antritt des Auslandsaufenthaltes zu informieren. Inzwischen ist es aber auch gang und gäbe, dass sich der Heimnetzbetreiber beim ersten Aktivieren einer Verbindung im Ausland mit einem Angebot meldet - per SMS oder mit einem Link auf eine Site, wo die Pakete gebucht werden können bzw. man antwortet per SMS. Ist das vorab gebuchte Daten- bzw. Telefonievolumen verbraucht, wird der Nutzer informiert.
Kostenobergrenzen
Für alle, die kein Paket erworben haben, gibt es seit dem vorigen Jahre eine Obergrenze in 37 Ländern Europas. Wird ein Datenvolumen im Wert von 60 Euro überschritten, wird die Verbindung automatisch unterbrochen.
Innerhalb der EU gelten ab Juli 2012 einheitliche Maximaltarife: 35 Cent pro Minute für Anrufe ins EU-Ausland, 10 Cent pro ankommendem Anruf im Ausland. Selbst verschickte SMS kosten maximal 10 Cent, empfangene Kurznachrichten sind kostenlos. Ein Megabite Daten im EU-Ausland kostet maximal 83 Cent.
Achtung Mobilbox
Trotz solcherart begrenzter Kosten sollte man sinnvollerweise die Mobilbox im Ausland deaktivieren, wenn man sie nicht benötigt. Auch hier fallen nämlich Roaminggebühren an. Zwar ist der Empfang von Nachrichten auf der Box noch gratis, fürs Abhören muss man allerdings zahlen.
Noch ein paar Tipps
Wer sich Websurfen & Co. nicht verkneifen kann, flüchtet besser ins WLAN. Oft werden die drahtlosen Netze in Cafés, Flughäfen und ähnlichen Orten gratis angeboten.
Nicht vergessen, den Euro-Notruf 112 einzuspeichern! Dieser kostenlose Notruf funktioniert in allen EU-Ländern sowie diversen Nachbarländern und kann auch ohne Vertrag oder Guthaben genutzt werden.
Sinnvoll ist es auch, die Handysperre zu aktivieren und PIN-Code sowie Passwort nicht im Handy, sondern an anderer Stelle abzulegen. Bei Verlust oder Diebstahl ruft man die Hotline seines Betreibers an. Dort den Handyverlust melden, dann kann die SIM-Karte gesperrt werden. Allerdings nur, wenn man das Kundenkennwort parat hat. Gegen Vorlage der Diebstahls- oder Verlustmeldung erhält man schließlich eine Ersatz-SIM-Karte.
Handy schützen
Handy im Wasser, in der Sonne, voller Sand - das sind Pannen, die im Urlaub leicht passieren. Um sie zu vermeiden, möglichst das Gerät nie in die pralle Sonne legen, das kann die Flüssigkristalle im Display beschädigen sowie den Akku entladen. Am besten, man besorgt sich eine wasserdichte Box - die gibt es im Handel - und nimmt das Gerät so an den Strand mit.
Ist ein Malheur einmal passiert, das Handy nass, dann schnell den Akku herausnehmen, sonst gibt es einen Kurzschluss. Nasse Handys nicht mit einem Fön trocknen, das ist zu heiß, sondern - so ein Tipp des FMK (Forum Mobilkommunikation) - in einem Glas mit Reis trocknen lassen. Der Reis saugt nämlich die Feuchtigkeit auf. Sand in Tastatur und Steckverbindungen lässt sich mit einem sehr feinen Pinsel entfernen.
INFOS
www.a1.net, www.t-mobile.at, www.drei.at, www.telering.at, www.orange.at, www.fmk.at
Artikel erschienen am 6. Juli 2012 in "Wiener Zeitung", Beilage "Wiener Journal", S. 20
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