Katja Börner ist eine junge, aufgeweckte Frau mit einer großen Leidenschaft: Sprachen. Sie selbst spricht Englisch, Russisch, Französisch, Spanisch, ein wenig Türkisch und Schwedisch. Nach einigen Lehr- und Wanderjahren ist die in der ehemaligen DDR geborene Deutsche nun in Wien gelandet, wo sie seit drei Jahren die Österreich-Filiale des Schweizer Sprachreisen-Anbieters ESL leitet. Die "École Suisse de Langues" entstand 1996 als Sommercamp für Jugendliche in kleinen Bergorten der französischen Schweiz und bietet mittlerweile in Kooperation mit 450 Sprachschulen weltweit ein breites Angebot an Programmen für Jugendliche, Erwachsene und Berufstätige in mehr als 20 Sprachen an, darunter Holländisch, Thai, Türkisch und Mandarin-Chinesisch.
Mehr als 600 Österreicher sind seit 2010 mit ESL in die weite Welt aufgebrochen, um ihre Sprachkenntnisse aufzufrischen oder überhaupt eine neue Sprache zu lernen. Das klassische Zielpublikum von ESL sind natürlich die Jugendlichen, die in den Sommermonaten in erster Linie Englisch- oder Französisch-Kurse mit unvergesslichen Ferien kombinieren wollen - oder müssen. Auf großes Inter-
esse stößt derzeit auch das Angebot, eine Bildungskarenz mit einem Sprachaufenthalt zu verbinden, berichtet Katja Börner. Dabei geht es allerdings weniger um den Spaßfaktor als um den Weiterbildungseffekt. Sprachtraining für Berufstätige und Lehrer sowie Kurse, die mit einem Diplom abschließen, finden sich im Portefeuille von ESL ebenso wie Sprachreisen für Familien oder speziell für ältere Menschen. Aber der Trend geht eindeutig dahin, dass immer häufiger die Generation der 30- bis 40-Jährigen im Urlaub eine Sprache erlernen will, erzählt Katja Börner, " just for fun". Und so nimmt das Kursangebot, das Sprachkurse und Freizeitaktivitäten verbindet, einen immer größeren Raum im Angebot von ESL an.
Im Kursfinder auf der Homepage www.esl-sprachreisen.at braucht man nur seine Interessen einzugeben und die Gegend, in die man bevorzugt reisen möchte, und schon werden die Vorschläge aufgelistet. Katja Börner warnt allerdings davor, schnell eine Sprachreise online auszusuchen, denn so ein Sprachaufent-halt ist ein komplexes Thema und will sorgfältig geplant werden. Sie und ihr Mitarbeiterinnen-Team setzen auf die persönliche Beratung.
Was würde Frau Börner denn mir empfehlen: Ich möchte Französisch-Kenntnisse auffrischen, bin an Kultur und Kulinarik interessiert. "Da würde ich Ihnen spontan Bordeaux ans Herz legen, das ist eine sehr schöne und lebendige Stadt mit einem großen kulturellen Angebot, zu den klassischen Sprachkursen gibts Weinseminare und sehr schöne Ausflüge in die Region. Ein Highlight zum Französischlernen ist auch Lyon mit einem ähnlichen Freizeitprogramm."
Wolfgang von Metten findet den Werbespruch "Der Weg ist das Ziel" für Wallfahrten unpassend. "Das Ziel einer Wallfahrt...weiter