• vom 21.04.2014, 16:40 Uhr

Reisen


Israel

Eine Reise entlang Israels östlicher Grenze




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Von Christina und Martin Höfferer

  • Von Wildkatzen und Wasserbüffeln im heiligen Land und auf Alis Wegen durch die Wüste. Israel ist heiß, vielfältig und voller Leben.

Störche, Pelikane, Kormorane und Reiher zeigen sich im
Naturpark Hula-Tal. - © Laura Chiesa/Demotix/Corbis

Störche, Pelikane, Kormorane und Reiher zeigen sich im
Naturpark Hula-Tal.
© Laura Chiesa/Demotix/Corbis

An der nordöstlichen Spitze des langgestreckten Staatsgebiets von Israel deutet Yair Zedok mit lässiger Handbewegung über die grünen Hügel: "Wir schauen jetzt hinüber nach Syrien, hier fanden viele Kämpfe statt." In der im hellen Sonnenlicht vor Hitze flimmernden Luft wirken die Golanhöhen friedlich und still. Nach dem zweiten Weltkrieg und dem Ende des Mandats der Engländer und Franzosen wurde 1946 der heutige Staat Syrien gegründet. Zwei Jahre später folgte die israelische Unabhängigkeitserklärung. "Nun stellte sich die große Frage, dürfen die Syrer Wasser aus dem See Genezareth holen?" Tourguide Yair Zedok weiß, dass es in den Konflikten im Nahen Osten nur zu oft um das Wasser geht: "Die Briten legten fest, dass die Syrer nie die Möglichkeit bekommen sollen, Wasser aus dem See Genezareth zu pumpen."

Information

Alle Auskünfte rund um das Reisen in Israel finden sich auf der Seite des Israelischen Tourismus Büros: Go Israel, www.goisrael.de

Vogelbeobachtung im Hula-Tal:
www.agamon-hula.co.il

Die Webseite des Kibbutz Ein Gedi gibt es auch auf deutsch: www.ein-gedi.co.il/gr

Das Relax-Paradies am Toten Meer, Ein Bokek: www.einbokek.com

Das Isrotel am Toten Meer:
www.isrotel.com/isrotel_dead_sea

Alis Desert-Tours:
Tel: 00972 (0)522 29 - 1439; E-Mail: jeep.trip.ali@gmail.com

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Der Staat Israel gewinnt heute dreißig Prozent seines Trinkwassers aus dem tiefstgelegenen Süßwassersee der Erde. Syrien erhebt indessen noch immer Anspruch auf den von Israel im Sechstagekrieg eroberten und Anfang der 1980er Jahre annektierten Golan. UNO-Truppen wachen über das umstrittene Hochplateau vulkanischen Ursprungs. Die Sonne scheint, ein freundlicher Händler summt zu den Klängen eines Kofferradios in einem einfachen grüngestrichenen Holzverschlag. Der Händler verkauft hier schon seit über zehn Jahren Kaffee in Pappbechern, Honig, Wein und Golan-Äpfel an Ausflügler. Kaum vorstellbar, dass Israel hier immer wieder beschossen wurde.


Birdwatching im Hula-Tal

Der Norden Israels ist mit vielen Bächen und relativ viel Regen weit wasserreicher als der Süden. Das Hula-Tal, geologisch ein Teil des syrisch-afrikanischen Bruchs, war ein ausgetrocknetes Flussbett, bevor es Wasserbauexperten wieder überflutet und damit zum Schauplatz eines faszinierenden Naturereignisses gemacht haben, zu einem wahren Vogel-Paradies. Israelis sind begeisterte Birdwatcher, und die freudvolle Vogel-Beobachtung ist inzwischen auch schon für viele internationale Reisende zum Motiv für eine Tour durchs Heilige Land geworden. Das Hula-Tal ist für Zugvögel ein wichtiger Rastplatz auf ihrer alljährlichen Migration von Finnland nach Äthiopien und retour. Das sumpfige Gelände bietet zehntausenden von Vögeln für kurze Zeit einen Ort zur Erholung und zur Nahrungsaufnahme. Zudem bilden die vielen Arten von seltenen Pflanzen und Fischen, die in dem einen Quadratkilometer großen See des Hula-Tals leben, ein bedeutendes Naturreservat. Kraniche segeln elegant über die Aulandschaft des Hula-Tals: "100.000 Kraniche fliegen jedes Jahr über Israel, 30 000 von ihnen machen hier im Hula-Tal Halt auf ihrem Flug nach Afrika", erzählt Birdwatcher Rotem Shani, der im Hula-Tal Naturpark arbeitet: "Wir füttern hier die Kraniche, damit sie unsere landwirtschaftlichen Nutzflächen nicht zerstören."

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Schlagwörter

Israel, Reise, Wiener Journal

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2014-04-18 16:45:27
Letzte nderung am 2014-04-18 17:03:15



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