• vom 12.10.2012, 15:00 Uhr

Wein

Update: 23.02.2013, 00:37 Uhr
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Werfrings Weinjournal

Wein mit imperialem Odeur


Von Johann Werfring

  • Einen Höhepunkt der herbstlichen Winzer-Aktivitäten stellte das kürzlich zelebrierte Weinlesefest von WienWein im Schönbrunner Schlosspark dar.

Die WienWein-Winzer im Liesenpfennig-Weingarten. V.l.n.r.: Gerhard Lobner (Weingut Mayer am Pfarrplatz), Fritz Wieninger (Stammersdorf), Thomas Podsednik (Weingut Wien Cobenzl), Michael Edlmoser (Mauer) und Rainer Christ (Jedlersdorf). - © Martina Lex

Die WienWein-Winzer im Liesenpfennig-Weingarten. V.l.n.r.: Gerhard Lobner (Weingut Mayer am Pfarrplatz), Fritz Wieninger (Stammersdorf), Thomas Podsednik (Weingut Wien Cobenzl), Michael Edlmoser (Mauer) und Rainer Christ (Jedlersdorf). © Martina Lex

Zahlreiche Gäste waren gekommen, um das Weinlesefest der WienWein-Winzer in Schönbrunn zu zelebrieren. Bereits 2009 wurde der 1000 Quadratmeter große Weingarten angelegt. Nachdem Wiens Dompfarrer Toni Faber den frisch ausgepflanzten Weingarten gesegnet hatte, wuchsen die 487 Setzlinge heran und trugen heuer erstmals Früchte in entsprechender Quantität.

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Ein bisschen musste bei diesem ersten Schönbrunner Weinlesefest der WienWein-Winzer allerdings improvisiert werden. Weil nämlich bereits vor Monaten ein Termin für das Fest anberaumt worden war, jedoch die Ernte aufgrund der warmen Witterung wesentlich früher als planmäßig über die Bühne gehen musste, konnten die Festgäste die Winzer heuer (noch) nicht in voller Leseaktion bewundern. Zumindest für’s Foto blieben aber etliche Früchte hängen, und eine alte Holzbutte voll Weintrauben vom Nussberg zierte die Rednertribüne. Bei den folgenden Weinlesefesten werde man derartige Fährnisse auch noch zu meistern verstehen, versicherte Fritz Wieninger.

Der Autor bei seiner Rede über historische Aspekte der Schönbrunner Weinkultur.

Der Autor bei seiner Rede über historische Aspekte der Schönbrunner Weinkultur.© Martina Lex Der Autor bei seiner Rede über historische Aspekte der Schönbrunner Weinkultur.© Martina Lex

Ungeachtet dessen boten die Winzer ein vielfältiges Programm. Neben einer entsprechenden Verkostung der Rebensäfte wurde der historische Hintergrund der Schönbrunner Weinkultur beleuchtet, und Florian Scheuba sorgte mit einer vinophilen kabarettistischen Einlage für schmunzelnde Gesichter.

Bereits in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts hatte es im Bereich der heutigen WienWein-Rebfläche einen Weingarten gegeben, der im Zuge der Erweiterung des Schlossareals im Jahr 1744 gerodet wurde. Dass dieser Weingarten (wenigstens teilweise) auf einer der prominentesten Flächen der Bundeshauptstadt – unter seinem alten Namen "Liesenpfennig" – wiederhergestellt werden konnte, veranschaulicht sehr deutlich den hohen Stellenwert des Wiener Weins.

Florian Scheuba (hier links im Bild mit dem vinophilen Künstler Josef Trattner) sorgte in Schönbrunn mit kabarettistischen Einlagen für schmunzelnde Gesichter.

Florian Scheuba (hier links im Bild mit dem vinophilen Künstler Josef Trattner) sorgte in Schönbrunn mit kabarettistischen Einlagen für schmunzelnde Gesichter.© Martina Lex Florian Scheuba (hier links im Bild mit dem vinophilen Künstler Josef Trattner) sorgte in Schönbrunn mit kabarettistischen Einlagen für schmunzelnde Gesichter.© Martina Lex

Wie die WienWein-Winzer in ihren Statements erläuterten, besteht der Schönbrunner Weingarten aus einem "Wiener Gemischten Satz" (der von den WienWein-Winzern schon vor Jahren salonfähig gemacht wurde). Die bereits im September geernteten Trauben werden im Frühjahr 2013 in rund 450 Flaschen gefüllt. Der Erlös aus dem Verkauf des ersten Wiener Gemischten Satzes aus dem Schönbrunner Weingarten wird den SOS Kinderdörfern zugute kommen.

Artikel erschienen am 12. Oktober 2012
in der Kolumne "Werfrings Weinjournal"
In: "Wiener Zeitung", Beilage "Wiener Journal", S. 36




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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-10-12 13:29:12
Letzte Änderung am 2013-02-23 00:37:05


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