• vom 19.04.2013, 10:00 Uhr

Wein

Update: 11.09.2017, 22:50 Uhr

Wein

Der Weinfrühling ist da




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Von Johann Werfring

  • Werfrings Weinjournal
  • Die stetig steigende Weineuphorie hat im vergangenen Jahrzehnt eine Fülle von periodisch wiederkehrenden Veranstaltungen bewirkt.

Besuch beim Weingut Konrad, Unterloiben/Dürnstein. - © Vinea Wachau

Besuch beim Weingut Konrad, Unterloiben/Dürnstein. © Vinea Wachau

Manche Frühlingsveranstaltungen sind schon eingeführte Klassiker, es kommen aber nach wie vor neue Events hinzu. Die einzelnen Touren sind alleine schon deshalb lohnend, weil der zur Verkostung anstehende 2012er Jahrgang die heimischen Winzer landauf, landab frohlocken und die Weinbeißer mit der Zunge schnalzen lässt.

Frühlingserwachen
Jahrgangspräsentation im Weingut Franz und Elisabeth Lentsch
Sa, 20. April, 15 bis 21 Uhr und So, 21. April, 10 bis 14 Uhr
7141 Podersdorf, Neusiedlerstraße 40, T: 02177/2398, www.weingut-lentsch.com

Das Weingut Lentsch im idyllischen Ort Podersdorf am Neusiedler See zählt zu den burgenländischen Betrieben mit dem allerbesten Preis-Wert-Verhältnis in Weiß, Rot und Süß. Eine Reihe von Weinen ist im Preissegment unter 5 Euro positioniert. Das Weingut ist auch bekannt für seine hervorragenden und superpreisgünstigen Spätlesen.

WienWein Jahrgangspräsentation
Mo, 22. April, 14 bis 19 Uhr
Palais Hansen Kempinski Vienna, 1010 Wien, Schottenring 24, Eintritt: 15 Euro, T: 01/290 10 12, www.wienwein.at

Zur Gruppe WienWein zählen die Betriebe von Fritz Wieninger, Rainer Christ, Michael Edlmoser, Weingut Wien Cobenzl sowie Mayer am Pfarrplatz. Die Akteure von WienWein haben sich vor allem den "Wiener Gemischten Satz" auf ihre Fahnen geheftet, aber auch mit Riesling und Grünem Veltliner verstehen die Winzer umzugehen. Entdeckungen lassen sich auch in Rot machen.

Der Leithaberg bebt
27. April, 14 bis 19 Uhr
Orangerie Eisenstadt, Eintritt: 15 Euro, (inkl. 10 Prozent Einkaufsgutschein), T: 0650/540 04 11, www.leithaberg.at

Der Leithaberg zählt in weinbaulicher Hinsicht zu den interessantesten und dynamischsten Gebieten des Burgenlandes. Seine Abhänge eignen sich zum Anbau herausragender Rotweine (vor allem Blaufränkisch), aber auch Weißweine, insbesondere Burgundersorten und Traminer, können hier zu großen Gewächsen gemacht werden. Rund 50 Leithaberg-Winzer werden sich in der schönen Eisenstädter Orangerie mit ihren Weinen präsentieren. Zu den herausragenden Leithaberg-Weingütern zählen die Betriebe von Hans und Anita Nittnaus, Prieler, Kloster am Spitz in Purbach, Markus Altenburger, Birgit Braunstein und Erwin Tinhof.

Kamptal Kremstal Traisental Weinfrühling
Sa., 27. und So., 28. April, 10 bis 18 Uhr
Eintritt: 10 Euro, T: 02719/82 88, www.kamptal.at, www.kremstal-wein.at, www.traisentalwein.at, www.donau.com

150 Winzer, darunter eine nicht geringe Anzahl prominente Namen, laden heuer erstmals zur Drei-Täler-Verkostung. Präsentiert werden jeweils die aktuellen Weine des Spitzenjahrgangs 2012, darunter sämtliche Grüne Veltliner und Rieslinge der DAC-Kategorie "Klassik". Die Weinbauverantwortlichen haben sich auch ein attraktives Rahmenprogramm einfallen lassen. Unter anderem stehen angeleitete Weingarten- und Landschaftserkundungen sowie Hubschrauberflüge auf dem Programm.

Wachauer Weinfrühling 2013
Sa, 4. und So, 5. Mai, 10 bis 18 Uhr
T: 02713/300 00 12, www.vinea-wachau.at

Über 100 Mitgliedsbetriebe von Vinea Wachau öffnen ihre Pforten zur Präsentation des Jahrgangs 2012. So manche Weingüter wie jene von Emmerich Knoll, Franz Hirtzberger, F. X. Pichler, Rudi Pichler, Leo Alzinger und Prager möchte man bei dieser Tour auf keinen Fall auslassen. Freilich gibt es darüber hinaus jede Menge weitere vorzügliche und interessante Adressen. Gustatorische und historische Erlebnisse verspricht ein Besuch beim Nikolaihof Wachau in Mautern. Im barocken Kellerschlössl der Domäne Wachau stehen zu bestimmten Zeiten Führungen auf dem Programm.

19. Tour de Vin 2013
Sa, 4. und So, 5. Mai 2013, 10 bis 18 Uhr

Ein Storch und die Edellagen Heiligenstein (l.) und Gaisberg (r.) vom Präsentationsraum des Weinguts Hirsch (Kammern/Langenlois) aus gesehen.

Ein Storch und die Edellagen Heiligenstein (l.) und Gaisberg (r.) vom Präsentationsraum des Weinguts Hirsch (Kammern/Langenlois) aus gesehen.© Johann Werfring Ein Storch und die Edellagen Heiligenstein (l.) und Gaisberg (r.) vom Präsentationsraum des Weinguts Hirsch (Kammern/Langenlois) aus gesehen.© Johann Werfring

Eintritt: 20 Euro, T: 2734/2000-0, www.traditionsweingueter.at

Die Mitgliedsbetriebe der Österreichischen Traditionsweingüter des Kamptales, des Kremstales und des Traisentales – zu ihnen zählen unter anderem die Weingüter Bründlmayer, Hirsch, Markus Huber, Ludwig Neumayer, Sonnhof Jurtschitsch, Fred Loimer, Salomon Undhof und Schloss Gobelsburg – laden zur außergewöhnlichen Tour. Eine Kooperative der besten Handwerksmeister der Region beteiligt sich heuer erstmals an der Tour de Vin, um ihr handwerkliches Können vorzustellen.

Veltliner, wie er wirklich sein soll!
Sa, 4. und So, 5. Mai, 10 bis 19 Uhr
T: 02738/2240, www.weingueterwagram.at

Der Wagram zählt zu den dynamischen Weinbaugebieten des Landes, die Winzer sind aber durchwegs bodenständig geblieben. Fans von Grünen Veltlinern werden bei den Mitgliedsbetrieben von "Weingüter Wagram" voll auf ihre Kosten kommen. Es sollte hier auf alle Fälle aber auch dem Roten Veltliner nachgespürt werden, unter anderem in den Weingütern von Josef Fritz und Franz Leth. Auch Eisweine lassen sich am Wagram in erstaunlichen Qualitäten entdecken.

Rotwein Opening in Horitschon
Sa, 18. und So, 19. Mai, 10 bis 20 Uhr
Eintritt: 30 Euro (inkl. Kostglas und 10-Euro-Einkaufsgutschein), T: 0664/886 389 16 bzw. 0664/4300663, www.rotweinopening.at

Eine Reihe von bekannten Weingütern, etwa jene von Anton Iby oder Paul Kerschbaum (Letzterer begründete schon früh mit Cuvée Impresario und weiteren Weinen das Ansehen der mittelburgenländischen Rotweine) sind beim Opening mit von der Partie. Das Weingut Weninger, das der Riede Dürrau zu Berühmtheit verhalf, wirtschaftet nun biologisch, ebenso die Weingüter Bauer-Pöltl und Moritz. Paul Lehrner ist ein Burgenländer vom alten Schlag, an dem das Internetzeitalter scheinbar spurlos vorübergegangen ist – er ist vor allem für seine Blaufränkischen und die Cuvée Paulus bekannt.

Print-Artikel erschienen am 19. April 2013
in der Kolumne "Werfrings Weinjournal"
In: "Wiener Zeitung", Beilage "Wiener Journal", S. 38
39





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Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2013-04-18 11:13:10
Letzte nderung am 2017-09-11 22:50:51



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