• vom 06.09.2013, 09:29 Uhr

Wein

Update: 29.09.2013, 14:03 Uhr

Wiener Journal

Chinesisches Chateau mit Österreich-Connection




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Von Johann Werfring

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  • Nach rund zwei Jahren Bauzeit wurde am 18. August 2013 in der chinesischen Provinz Ningxia das nach Laurenz Maria Moser V. benannte "Chateau Changyu Moser XV" eröffnet.

Laurenz Maria Moser V. und seine Tochter Sophie vor dem neu errichteten Chateau Changyu Moser XV. - © TxB

Laurenz Maria Moser V. und seine Tochter Sophie vor dem neu errichteten Chateau Changyu Moser XV. © TxB

Laurenz Maria Moser V. ist Abkömmling einer in Rohrendorf bei Krems angestammten Weinbaudynastie, die sich 15 Generationen bis ins 12. Jahrhundert zurückverfolgen lässt. In jüngerer Zeit gab es von Generation zu Generation Söhne, die auf den Namen "Lorenz" oder "Laurenz" getauft wurden. Um eine Unterscheidung dieser Akteure augenscheinlich zu machen, führte der heutige Namensinhaber eine numerische Abfolge ein, wobei ihm selbst die römische Ziffer V zukommt. Der prominenteste von ihnen war Dr. Lorenz ("Lenz") Moser (1905 bis 1978), dem nach dieser Zählung die römische Ziffer III zugeordnet ist. Er war der Begründer der sogenannten Hochkultur und gilt bis heute als einer der verdienstvollsten Weinbaupioniere Österreichs.

Laurenz Maria Moser V. leitete zunächst die Rohrendorfer Lenz Moser Weinkellerei, stieg dann aber aus dem Familienunternehmen aus und arbeitete ab 1997 für die US-amerikanische Robert Mondavi Winery. Als deren Europa-Chef sammelte er umfassende Kenntnisse in der Weinvermarktung. Im Jahr 2005 gründete er schließlich in Österreich seine Firma "Laurenz V.", die mittlerweile sieben Weine erzeugt, und zwar allesamt aus der Sorte Grüner Veltliner. Der Betrieb verarbeitet Trauben aus einer Anbaufläche von 85 Hektar, die sich in den Weinbaugebieten Kamptal, Kremstal und Weinviertel befinden. Infolge seiner Erfahrungen auf den internationalen Märkten konnte Laurenz Maria Moser V. den Exportanteil auf über 90 Prozent steigern. Heute liefert das Unternehmen Grüne Veltliner in 45 Staaten auf allen Kontinenten.

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"Ich sehe es als meine Mission, dazu beizutragen, dass der Grüne Veltliner, der ja Österreichs Paradeweinsorte ist, im internationalen Ansehen den gebührenden Stellenwert erlangt", sagt Laurenz Maria Moser V. Was China betrifft, so liegt der Marktanteil Mosers, gemessen an den österreichischen Weißwein-Gesamtexporten, mittlerweile bei beachtlichen 40 Prozent. Mosers Bemühungen in China kommt in jüngster Zeit ein neuer Trend zugute: Wurden dort bislang vor allem Rotweine geschätzt, so zeichnet sich im Land der Morgenröte nun erstmals ein Weißweinboom ab. "Dass der Grüne Veltliner gut zur chinesischen Küche passt, verstärkt diesen Trend noch zusätzlich", so Moser. Unter den in China abgesetzten Weinen von Laurenz Maria Moser V. erfreut sich vor allem der trinkvergnügliche " Singing Grüner Veltliner", den Moser seiner Tochter Sophie gewidmet hat, zunehmender Beliebtheit.

Mosers " Singing Grüner Veltliner " erfreut sich in China großer Beliebtheit, rechts der nach Moser benannte Grand Vin "Chateau Changyu Moser XV".

Mosers " Singing Grüner Veltliner " erfreut sich in China großer Beliebtheit, rechts der nach Moser benannte Grand Vin "Chateau Changyu Moser XV".© TxB Mosers " Singing Grüner Veltliner " erfreut sich in China großer Beliebtheit, rechts der nach Moser benannte Grand Vin "Chateau Changyu Moser XV".© TxB

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Dokument erstellt am 2013-09-05 16:30:30
Letzte ─nderung am 2013-09-29 14:03:14



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