Literatur

Grün, Lili: Mädchenhimmel!5

  • Lili Grün (1904-1942) war eine Meisterin in der Darstellung erotischer Verwicklungen. Ein neuer Sammelband stellt kurze Texte und Gedichte der vergessenen Wiener Autorin vor.

"Mädchen, die schrecklich allein sind, sollen nicht küssen. Die glauben dann immer gleich, dass sie den Betreffenden auch liebhaben." Mit dieser Erkenntnis erwacht Grete um fünf Uhr im Bett eines fremden Mannes. Sie hatte ihn am Abend davor im "Romanischen Café", dem Treffpunkt der Berliner Künstlerwelt, kennen gelernt... weiter




Literatur

Leo, Per: Flut und Boden

"Er hat Unterschriften geleistet, die unmittelbar tödlich waren", erklärte der Schriftsteller Per Leo kürzlich in einem Interview über seinen Großvater Friedrich, einst Abteilungsleiter im Rasse- und Siedlungshauptamt der SS. Das Handlungsschema wirkt literarisch durchaus vertraut. Der Enkel kramt im familiären Nachlass und stößt in Bücherstapeln... weiter





Literatur

Orsenna, Erik: Auf der Spur des Papiers3

"Das Besondere an einem Schriftsteller ist, dass er auf die Fragen, die er sich stellt, mit einem Buch antwortet." Erik Orsenna, Mitglied der Académie Française, ist das Paradebeispiel eines homme de lettres, der in erster Linie durch seine literarischen Reportagen hervorgetreten ist. Eines seiner Lieblingsthemen ist die Globalisierung... weiter




Kolja Spöri wirbt auch am Nordpol für sein Buch. - © Quadriga-Communication

Kolja Spöri

Der Mann, der überall war1

  • Reisewarnungen des Außenministeriums liest Kolja Spöri wie andere einen Reisekatalog.

Tschetschenien, lange von einem der blutrünstigsten Bürgerkriege des 20. Jahrhunderts geschunden, gilt für die meisten Menschen auch heute nicht eben als besonders attraktive Urlaubsdestination. Kolja Spöri, im Hauptberuf erfolgreicher Unternehmer im Formel-1-Zirkus - und seiner eigenen Darstellung nach "reisesüchtig" - sieht das freilich ganz... weiter




#erzschlag

hannah dichtet27

kommt ihr schönen feen herab dornröschen wird auf euch aufpassen ihr könnt auch einen fahren lassen und prinzessinnenkleider tragen dornröschen war immer wieder fleißig das ganze jahr im märz und april kutschefahren mit den blöden eltern und dann noch lampen putzen, alles putzen weiter




Mythos, Abenteuer und ein Kinderherz: Antoine de Saint-Exupéry. - © adoc-photos/Corbis

Literatur

Ikarus fliegt in die Nacht1

  • Vor 70 Jahren, am 31. Juli 1944, ist Antoine de Saint-Exupéry vom Himmel gestürzt: Der Aristokrat und waghalsige Pilot ist bis heute der meistgelesene französische Schriftsteller.

Er war ein Zerrissener, der sich von der Erdenschwere niedergedrückt fühlte und deshalb gern in die Lüfte aufstieg. Dort wurde Antoine de Saint-Exupéry zum Pionier der Luftfahrt wie der Luftfahrtliteratur. Weltweit bekannt und geliebt wird er indes für seine bezaubernde Märchenerzählung "Der kleine Prinz"... weiter




Wolf von Niebelschütz versetzt die Leser in eine Art Makart-Welt: "Der Triumph der Ariadne". - © wikipedia

Autorenporträt

Schöne Vergangenheiten3

  • Wolf von Niebelschütz und Börries Freiherr von Münchhausen als Exponenten traditioneller Literatur.

Wolf von Niebelschütz, deutscher Dichter und Schriftsteller: 919 Seiten denkt Dominik Riedo dem gerade einmal 47 Jahre währenden Leben zu, in dem ein sehr überschaubares Werk entstanden ist: Zwei Romane ("Der blaue Kammerherr" und "Die Kinder der Finsternis") ein paar Stücke, von denen "Eulenspiegel in Mölln" immerhin Erfolg hat, Lyrik, Essays und... weiter




Literatur

Verhulst, Dimitri: Der Bibliothekar, der lieber dement war als zu Hause bei seiner Frau

  • Dimitri Verhulsts bittere Satire über den Pflege-Alltag.

Es gibt Dinge, über die man keine Witze macht. Demente Menschen sind auch kein bevorzugtes Romanpersonal, es sei denn, der belgische Autor Dimitri Verhulst nimmt sie ins literarische Visier. Verhulst versteht sein Fach, und wenn er schreibt, so tut er das mit Witz, Verve und wohldosiertem Zynismus. Mit seinem aktuellen Roman, "Der Bibliothekar... weiter




Literatur

Pedro, João Ricardo: Wohin der Wind uns weht

In seinem Debütroman "Wohin der Wind uns weht" erzählt João Ricardo Pedro fragmentarisch und nicht chronologisch von einschneidenden und alltäglichen, gewaltsamen und zarten Momenten im Leben dreier Generationen einer portugiesischen Familie. Im Zentrum steht Duarte, der 1974 als kleiner Junge sein musikalisches Talent entdeckt... weiter




Lydia Mischkulnig. - © Foto: Marko Lipus

Literatur

Mischkulnig, Lydia: Vom Gebrauch der Wünsche2

  • Die österreichische Schriftstellerin Lydia Mischkulnig inszeniert in ihrem neuen Roman das Leben eines Mittelstandshelden als Tangodrama - in einem Altersheim.

Sehnsucht kann sich in verschiedenen Formen zeigen. In Lydia Mischkulnigs neuem Roman, "Vom Gebrauch der Wünsche", wird der Tango als Chiffre für die Sehnsüchte verwendet, die den Astrophysiker Leon Schellander durch sein Leben begleiten und die ihm bereits in seiner Kindheit in Gestalt der schönen Tanzlehrerin Irmgard gegenübertreten, einer Frau... weiter




Frank (Benjamin Franklin) Wedekind (1864-1918). - © Archiv

Literatur

Kampf gegen das Spießertum

  • Der deutsche Dramatiker Frank Wedekind, ein scharfer Kritiker der verlogenen bürgerlichen Sexualmoral, lässt sich schwer in literarisches Schema fassen. Am 24. Juli jährt sich sein Geburtstag zum 150. Mal.

Nur wenige deutsche Männer tragen einen amerikanischen Gründungsvater in ihrem Vornamen, und ein einziger namhafter deutscher Schriftsteller heißt Benjamin Franklin, nämlich Wedekind. Wie’s dazu kam, erzählt die Familiengeschichte. Das Geschlecht der Wedekind - früher Widukind genannt, was Waldkind bedeutete - ist ein altdeutsches und lebt seit dem... weiter




#erzschlag

Was Arik Brauer schon wusste28

da vorn schau: eine baulücke müssma schliessen da oben schau: ein dachstuhl müssma ausbauen da hinten schau: eine blumenwiese müssma betonieren da unten schau: ein fisch im see müssma züchten da schau: ein regenbogen weiter




Flirt mit Beatmungsgerät: Das Paar in "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" hat wenigstens nur Krebs, und nicht noch Tourette auch - wie in einem neueren Produkt der Gattung "Sick Lit". - © Centfox

Sick Lit

Der Tod, ein Bestseller3

  • Phänomen "Sick Lit": Das todkranke Kind ist in den Herbstprogrammen der Jugendbuch-Verlage ein Trend.

1973 war es noch zu früh. In dem Jahr veröffentlichte Astrid Lindgren ihre "Brüder Löwenherz". Das ist, kurz gesagt, ein Buch, in dem zwei Kinder sterben. Mehr hat Lindgren nicht gebraucht. Ein Kritiker schrieb: "Es gibt tatsächlich Abenteuer, die es in einem Kinderbuch nicht geben dürfte." Lindgren hatte ein Tabu gebrochen: Mit dem Tod... weiter




Macht Recht Frieden?1

Norman Paech und Gerhard Stuby haben ein erfrischendes Buch in seiner aktualisierten Auflage vorgelegt. Für eine breite Öffentlichkeit mögen die mehr als 1000 Seiten zu einer auf den ersten Blick juristischen Thematik vielleicht etwas weniger erfrischend sein, doch in Zeiten von Kriegen, Kriegsdrohungen und militärischen Interventionen ist das... weiter




Schauspielerin Birgit Minichmayr mit Regisseur Klaus Buhlert. - © Foto: Andrea Imler

Radio Ö1

Feuer und Verblendung

  • Von 19. Juli bis 24. August sendet die "Hörspiel-Galerie" von Radio Ö1 Canettis "Die Blendung" - jeweils Samstag ab 14.Uhr und Sonntag ab 16 Uhr.

Ursprünglich hätte es ein mehrteiliger Romanzyklus werden sollen. Bevölkert von Irren und Fanatikern, von Wahrheitssuchern und Fantasten. Geworden ist es schließlich die Geschichte des verblendeten und weltfremden Büchermenschen Peter Kien. Er ist ein in der Fachwelt anerkannter und gefragter Sinologe, eigenwillig und hochmütig... weiter




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Mystique - © apaWeb / Reuters - Sandy Huffaker Hier trifft der Joker auf Robocops und Hobbits: In San Diego in Kalifornien hat die Comic Convention begonnen. Zum Start war unter anderem... weiter




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Es ist Zeit für einen schwarzen "Captain America"

Ein schwarzer "Captain America" kommt im Jahre 2014 nicht gerade früh. - © Marvel New York. Die Revolution bei den US-Comichelden geht weiter: Einen Tag nach der Ankündigung, dass Thor künftig als Frau erscheint... weiter





LitCologne

Spannend und segensreich

20140323litcologne - © Schmickl Also Gott ist er nicht. So viel Demut muss sein. Obwohl seine in Romanform entwickelten Phantasien sich oft im Nachhinein in der Wirklichkeit einlösen... weiter




LitCologne

Tante Luci als Janis Joplin

20140321_wawerzinek - © WZ Online / Gerald Schmickl Manchmal braucht es nicht viel, um aus einer Lesung einen gelungenen Abend zu machen. Keine große Inszenierung, keine zusätzlichen Gimmicks... weiter




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2ß14ß320_reza - © APAweb / EPA, Julian Martin Sie halte es für ein Missverständnis, dass Schriftsteller wie Promis behandelt werden, dass man von ihnen also sowohl private Details erfahren als... weiter





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Freihandel in Theorie und Praxis

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Für eine offenere Gesellschaft

Auf wenigen Seiten erzählen Jugendliche aus ihren Lebenswelten und von ihrem Blick auf Österreich. blinklicht media lab/Truc Phan Wien. "Das Leben von meinem Vater war in Gefahr, weil er für den Präsidenten gearbeitet hat", schreibt ein junger Mann... weiter





Rezension „Der Seelenbrecher” von Sebastian Fitzek


Für Heike ist der „Seelenbrecher” nicht der beste Roman des Autors, trotz allem hat sie sich gut unterhalten und an die Figuren und die Geschichte gefesselt gefühlt. - Fazit: Ein guter Thriller für zwischendurch.




Rezension „Morgen kommt ein neuer Himmel” von Lori Nelson Spielman


Für Heike ist dieser Roman voll von Tragik, Liebe und Leben pur. Wenn auch nicht immer alles im Leben zu einem Happy End führt - diese Geschichte macht dennoch Mut und bescherte mir rührende, nachdenkliche und unterhaltsame Lesestunden.




Rezension „Schwarze Tränen” von Jérôme Delafosse


Trotz des umfangreichen Wissens und der vielen Details die man als Leser zu verarbeiten hat, ist das Buch wahnsinnig spannend und zu jeder Zeit fesselnd. Ich konnte es kaum noch aus den Händen legen, da ich endlich wissen wollte, wer der wahre Übeltäter in dieser verworrenen und tiefgreifenden Geschichte ist.




Rezension „Ein dunkler Sommer” von Thomas Nommensen


Für Heikes Geschmack wurden zu viele Lebensgeschichten mit zu vielen Charakteren angerissen, ohne ins Detail zu gehen und ohne, dass sie einen Sinn darin erkennen konnte - ihr hat die Tiefe und der logische Zusammenhang gefehlt.






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