Evolution

Irren ist menschlich

  • Evolution strebt nicht nach Perfektion - im Gegenteil.

(wt) Unsere globalisierte, verökonomisierte, beschleunigte Welt ist im Kern "unleidlich" gegenüber Abweichungen. Fehler aber definieren den menschlichen Maßstab. Der Wissenschaftsjournalist Jürgen Schäfer führt den Leser in einem faszinierenden Buch durch die Welt der Neuro- und Sozialwissenschaft, der biologischen Evolution und Philosophie... weiter




Sir Arthur Harris, Kommandant der Royal Air Force, an seinem Schreibtisch. - © Hulton-Deutsch Collection/corbis

Geschichte

Globaler Blick auf den 2.Weltkrieg

  • Der britische Historiker Antony Beevor thematisiert auch die Gräueltaten auf allen Seiten.

Der voluminöse Band des renommierten britischen Historikers Antony Beevor über den Zweiten Weltkrieg, der in einschlägigen internationalen Presseorganen auf großes Interesse und meist auf wohlwollende Zustimmung gestoßen ist, liegt nun auch in deutscher Fassung vor. Beevor ist mit dem unermesslich umfangreichen Thema und dessen heikler Problematik... weiter





Sachbuch

Konstantin Weckers schonungslos ehrliche Memoiren

(maz) Es ist eigentlich mehr philosophisches Zeugnis als Biografie, was Konstantin Wecker, Liedermacher, Pazifist, politsicher Aktivist, Ex-Häftling, in "Mönch und Krieger" auf 287 Seiten zu Papier gebracht hat. Nicht chronologisch, sondern mehr Gedankenfetzen für Gedankenfetzen hat der am 1. Juni 1947 geborene Münchner seine Memoiren... weiter




Roman

Hasselbusch, Birgit: Sechs Richtige und eine Falsche

  • Ein kleiner Lotto-Liebesroman für zwischendurch.

Radioreporterin Jule Claussen hat im Lotto gewonnen. Zumindest glauben das alle aufgrund eines desaströsen Missverständnisses on air. Denn ausgerechnet in ihrer näheren Umgebung schlägt kurz nach dem Knacken des Jackpots ein anonymer Spender zu, der mehrere langgehegte Träume wahr macht, die ausgerechnet in ihrer Radiosendung veröffentlicht wurden... weiter




Literatur

Wali, Najem: Bagdad Marlboro2

  • Der in Bagdad geborene und in Berlin lebende Autor Najem Wali inszeniert Schuld und Sühne auf Irakisch - und nach dem klassischen Erzählprinzip von "Tausendundeine Nacht".

Ein Zyniker könnte behaupten, dass die brutale Geschichte des Irak ein Segen für die Literatur der Gegenwart ist; und zugleich fragt man sich, ob die Kritiker, die die Irak-Kriegsliteratur gut finden, diese Zyniker sind. Das Spektrum derartiger Romane ist breit, selbst wenn man nur das nimmt, was mittlerweile auf Deutsch vorliegt... weiter




Literatur

Gracq, Julien: Der Versucher1

  • Julien Gracqs faszinierender Roman "Der Versucher".

Kérantec sucht man auf bretonischen Landkarten vergeblich. Kein Küstenstrich weist ein Seebad solchen Namens auf. Und tatsächlich zerfließen die Konturen dieses literarischen Schauplatzes in einer magisch aufgeladenen Atmosphäre. Frankreichs Ausnahmeschriftsteller Julien Gracq hat diese Szenerie erschaffen... weiter




Literatur

Franzlik, Margret: Erinnerung an Wolfgang
Hilbig

Muss man eigens betonen, dass Wolfgang Hilbig zu den wenigen herausragenden Schriftstellern deutscher Sprache zählt? Sein außerordentliches Werk hat er sich mühselig und kräftezehrend erkämpft. Und zwar nicht nur angesichts der Widerstände des DDR-Staatsapparates, sondern vor allem entgegen den Beschränkungen seiner proletarischen Herkunft... weiter




Erfolgsautor Daniel Glattauer. - © Foto: Andreas Pessenlehner

Daniel Glattauer

Glattauer, Daniel: Geschenkt2

  • Mit einer spannenden Journalistenstory schenkt Bestsellerautor Daniel Glattauer seinen Fans und jenen, die es noch werden, unterhaltsame Lesestunden.

Gerold Plassek hat nicht gerade einen Traumjob: Der schon etwas abgetakelte und zu übermäßigem Alkoholkonsum neigende Journalist ist bei einer Gratiszeitung für die Sparte "Soziales" verantwortlich. Damit kann er nicht Eindruck schinden, auch nicht beim 14-jährigen Manuel, der seit kurzem bei ihm im Büro sitzt... weiter




Roman

K. A. Milne: Lieblingslied1

  • Ein Beziehungsroman, den jeder Mann, der eine Partnerin hat, lesen sollte.

Es gibt Bücher, bei denen man sich fragt, was dem Verlag da bloß beim Cover eingefallen ist. Zum Beispiel würde man als männlicher Leser kaum zu K. A. Milnes "Lieblingslied" greifen, weil es schon von außen aussieht wie typische Frauenliteratur. Und einmal ehrlich: Welcher Kerl will schon in der U-Bahn ein rosa eingeschlagenes Buch in der Hand... weiter




#erzschlag

bmw31

kein einziges phantastisch kein einziges super kein einziges toll nicht einmal ein kurzes: gut zu all meinen besuchen in dreißig jahr nur gejammer, gejeier, gezeter und glück auf! und heut in eisenerz mindestens 10 ganztoll, 10 ganzsuper und 20 ganzphantastisch und diese mindestens 10 ganztoll 10 ganzsuper und 20 ganzphantastisch hab ich der... weiter




Mao und der Kopf des Drachen auf dem Tiananmen-Platz in Peking. - © C. Kober/Robert Harding World Imagery/Corbis

China

Pantsov / Levine: Mao3

  • Brandneue Biografie mit neu zugänglichen russischen Quellen versucht "unvoreingenommene" Annäherung an Mao Tse-Tung.

"Mao Tse-Tung, der jahrzehntelang absolute Macht ausübte über das Leben eines Viertels der Weltbevölkerung, war verantwortlich für über 70 Millionen Tote in Friedenszeiten - kein anderer politischer Führer des 20. Jahrhunderts reicht hier an ihn heran", schreiben Jung Chang und Jon Halliday, Autoren einer monumentalen Mao-Biographie aus dem Jahr... weiter




China

Dikötter: Maos großer Hunger

  • Ein holländischer Sinologe beschreibt den grauenhaften Alltag im kommunistischen China zur Zeit des "großen Sprungs nach vorne".

Zwischen 1958 und 1962 verwandelte sich China in eine Hölle auf Erden. Mit diesem wuchtigen Satz beginnt der holländische Sinologe Frank Dikötter (auf den Spuren von Jisheng Yang: "Grabstein - Mùbei: Die große chinesische Hungerkatastrophe 1958-1962", Frankfurt, 2012) sein Werk "Maos großer Hunger", eine penible Beschreibung jener vier Jahre... weiter




Der Stoff, aus dem Thriller sind: eine zeitgenössische Illustration zu Jack the Ripper. - © S. Bianchetti/Corbis

Literaturbetrachtung

Serienkiller vom Fließband3

  • Der Thriller gilt als Spannungsliteratur - in der Regel aber ist er vorhersehbar wie kaum eine andere literarische Gattung.

"Ist", fragt der Anrufer, der eben meinen Krimi-Artikel mit mir durchdiskutiert hat, wohlwollend, wie ich erleichtert feststellen musste, "ist aber der von Ihnen als Krimi-Prototyp genannte Ödipus des Sophokles nicht eigentlich eher ein Thriller? Immerhin: Der Mörder ist bekannt..." Da haben wir den Schubladen-Salat... weiter




Literatur

Seethaler, Robert: Ein ganzes Leben

Den sogenannten einfachen Menschen auf dem Lande zollen sozial anders strukturierte Künstler gern Respekt und verknüpfen diese Haltung mit einer mehr oder minder pathetischen Huldigung der natürlichen rustikalen Erdverbundenheit. Der Landmann: arm, aber ursprünglich. So ein Exempel ist auch Hannes Egger... weiter




Literatur

Chabon, Michael: Telegraph Avenue1

Romane zu schreiben, stellte Haruki Murakami einmal fest, habe viel Ähnlichkeit mit dem Musikmachen. In beiden Fällen komme es vorwiegend auf den Rhythmus an. Der US-Autor Michael Chabon findet in seinem aktuellen Roman "Telegraph Avenue" nicht nur den richtigen Rhythmus, sondern trifft auch jeden Ton... weiter




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Literatur

Trolle leben gefährlich schön

Katastrophenalarm im Comic "Mumin und der Komet". - © Reprodukt "Die Mumin-Trolle werden immer einen Platz in meinem Herzen und in meinen Alpträumen haben." Dieses Zitat aus einem Blog spricht vielen aus dem Herzen... weiter




Tove Jansson

Die Mumins

 - © http://www.reprodukt.com/ Die nilpferdähnlichen Wesen machten die Finnlandschwedin Tove Jansson weltberühmt. Am 9. August wäre die Erfinderin der Mumins 100 Jahre alt geworden... weiter





LitCologne

Spannend und segensreich

20140323litcologne - © Schmickl Also Gott ist er nicht. So viel Demut muss sein. Obwohl seine in Romanform entwickelten Phantasien sich oft im Nachhinein in der Wirklichkeit einlösen... weiter




LitCologne

Tante Luci als Janis Joplin

20140321_wawerzinek - © WZ Online / Gerald Schmickl Manchmal braucht es nicht viel, um aus einer Lesung einen gelungenen Abend zu machen. Keine große Inszenierung, keine zusätzlichen Gimmicks... weiter




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Rezension

Freihandel in Theorie und Praxis

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Für eine offenere Gesellschaft

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Rezension „Kleine Frau, was nun?” von Rachel DeWoskin


Ein nichts beschönigender oder verharmlosender, ganz und gar nicht auf lustig geschriebener Roman über die Leiden der jungen Judy, die wegen ihrer Kleinwüchsigkeit von ihrer Umgebung als Freak angesehen und behandelt wird - und nichts daran ändern kann.




Rezension „Ein ganzes halbes Jahr” von Jojo Moyes


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Rezension „Für den Herrscher aus Übersee” von Teresa Präauer


Poesie, die sich von der Realität nicht völlig abgekoppelt hat. In die man eintauchen kann. Oder anhand derer man abheben kann in eigene (Phantasie-)Welten.