Mit der Neuerrichtung des Globe Theatres begann die Shakespeare-Renaissance in London. - © epa/A. Rain

Shakespeare in London

Ausgrabung einer Epoche

  • Über vier Jahrhunderte lag Shakespeares Ära in London im Dornröschenschlaf - nun ist die Neugier erwacht.

Wer Shakespeare liebt, kommt diesen Sommer in London auf seine Kosten. Von Ostern an füllt sich das West End mit Jubiläums-Angeboten aller Art. Bühnen und Kinos, Royal Albert Hall und Königliches Opernhaus wetteifern im "Theaterland" mit immer neuen Shakespeare-Produktionen. Auch eine Bühnenversion des Tom-Stoppard-Films "Shakespeare in Love" und... weiter




Literatur

Böldl, Klaus: Götter und Mythen des Nordens

Seien wir ehrlich: Von den Göttern der nordischen Mythologie wissen wir nur Diffuses. Dafür sind sie in der Populärkultur sehr präsent: Hollywood-Streifen wie der über den Göttersohn Thor, die vielen mythologischen Entlehnungen in "Herr der Ringe" oder Julian Copes "Hymn to Odin" in seinem neuen Album... weiter





Literatur

de Waal, Elisabeth: Donnerstags bei Kanakis

Beklemmend ist die erste Szene des Romans. Professor Adler, einer von denen, die sich noch retten konnten, bevor das Morden begann, kehrt zu Anfang der 50er Jahre in seine Heimatstadt Wien zurück. Er bekommt an seinem medizinischen Institut die alte Stelle zurück, nicht die des Chefs, die ihm einst schon versprochen war... weiter




Warum fasziniert uns der rote Lebenssaft so sehr? - © Oriol/Trizz (S.C.P.)/Corbis

Blut

Blut – Ein ganz besonderer Saft1

  • Es kreist durch unsere Adern, birgt Informationen über die Menschheit im Allgemeinen, aber auch über den einzelnen Menschen im Speziellen: Alter, Geschlecht, Blutgruppe, Abstammung, Gesundheitsstatus – Blut ist eben ein besonderer Saft.

Obwohl die meisten wissenschaftlichen Erkenntnisse über das Blut, seine Funktionen und seine Bestandteile noch recht jung sind – erst im 17. Jahrhundert entdeckte der britische Arzt William Harvey die Systematik des Blutkreislaufes, 1901 entschlüsselte der Wiener Arzt Karl Landsteiner die Blutgruppen –... weiter




Klaus Kinski in einer Szene des Films "Nosferatu in Venedig". - © APAweb/dpa

Interview

Voltaire, ein Vater des Vampirs6

  • Der Historiker Christoph Augustynowicz über Vampirismus in der Geschichte und in der Literatur - Mit Audioauszügen

"Wiener Zeitung": Kann man die mythologische Gestalt des Vampirs auf einen Ursprungsmoment zurückführen oder ist sie eine Entwicklung über Jahrhunderte hinweg? Christoph Augustynowicz: Sie ist eine langfristige Entwicklung. Goethe zum Beispiel rekurriert mit der "Braut von Korinth", einem Wiedergänger-Mythos, auf ein antikes Vorbild... weiter




Ludwig Laher. - © Marko Lipus

Literatur

Laher, Ludwig: Bitter2

  • Der österreichische Schriftsteller Ludwig Laher erzählt am Exempel eines hochrangigen NS-Funktionärs vom skrupellosen Dienst an der industriellen Vernichtungsmaschinerie des Dritten Reichs.

Nein, Fritz Bitter hat es nie gegeben. Er ist "das gewissenhaft zusammengetragene Produkt von Dokumenten und Selbstzeugnissen, von Erinnerungen der Lebenden und der Toten, vor allem der Toten, zu denen sich während des langsamen Entstehens dieses Buches noch weitere gesellen, denn aus dem Ärmel schütteln lässt sich bei solch einer Ausgangslage... weiter




William Shakespeare, indisch angehaucht. . . - © Sulzer

Shakespeare

Wo Macbeth zu Maqbool wird

  • In Indien wurde das Werk Shakespeares lang als kolonialer Kulturimport abgelehnt. Mittlerweile gilt er als Kultur-Ikone.

War Shakespeare ein Inder? Auch wenn diese Frage ruhigen Gewissens verneint werden kann: Shakespeares Werk hat in Indien eine ebenso vielfältige wie wechselvolle Wirkungsgeschichte erfahren. Nirgendwo sonst wird er - in absoluten Zahlen gemessen - von so vielen Schülern gelesen. Seine Stücke sind nicht nur oft auf den Bühnen des Landes zu sehen... weiter




Shakespeare 2013 im Wiener Burgtheater: König Lear (Klaus Maria Brandauer, M.), der Narr (Michael Maertens, l.), Graf Kent (Branko Samarovski). - © apa/Hans Klaus Techt

Shakespeare

Mit dem Atem von Königen2

  • Expeditionen an die Grenzen des Menschenmöglichen: Zu seinem 450. Geburtstag gratulieren wir uns selbst zu William Shakespeare.

Er war ein rastloser Weltenerschaffer, Menschenerfinder, Lebenserforscher. Einzigartiger Schöpfer des Himmels und der Erden im Bühnenrund. Ein unübertroffener Magier der Wortverzauberung. Kurz: Er war ein Genie. Was ist ein Genie? Um das zu begreifen, so könnte man räsonieren, reicht schlichtweg alle Erkenntniskraft der Menschheitsgeschichte nicht... weiter




"Ich schreibe, damit meine Freunde mich lieben": Gabriel García Márquez, 1927-2014. Andersen Ulf/picturedesk

Gabriel García-Márquez

Der ganz normale Zauber4

  • Der Literaturnobelpreisträger und Fackelträger des Lateinamerika-Booms Gabriel García Márquez ist gestorben.

Es war eine dieser hundsgemeinen Volten, die das Schicksal schlägt. Seiner Autobiografie "Leben, um darüber zu schreiben" hat Gabriel García Márquez dieses Motto vorangestellt: "Das Leben ist nicht das, was man gelebt hat, sondern das, woran man sich erinnert und wie man sich daran erinnert - um davon zu erzählen... weiter




Viveca Sten macht eine friedliche schwedische Insel zum Zentrum für Drogendelikte und Mord. - © L. Arnold

Literatur

Idyllen und Intrigen1

  • Seit Viveca Sten ihre Krimis auf der idyllischen Insel Sandhamn ansiedelt, schließen die Nachbarn die Türen zu.

Stockholm. Braucht Schweden noch eine Krimi-Autorin? Ja - solange es Viveca Sten ist. Die Stockholmerin mischt seit einigen Jahren die Krimi-Literaturszene auf. Mit Charme und Präzision hat sie sich auch im deutschen Sprachraum einen Platz auf dem Büchertisch erobert. Ihre Erfolgsformel: romantische Insel plus verwinkelter Fall und privates Drama... weiter




#erzschlag

gottes lebewesen35

ganz rot wird das wasser wenn delfine erschlagen werden wie kürzlich in japan ganz rot wird das wasser wenn tunfische erschlagen werden wie kürzlich in spanien kein mensch wird rot wegen der küh, die meist noch leben wenns verkehrt aufghängt werden täglich in deutschland kein mensch braucht sich die ohren zuhalten wenn enige tage nach des ferkels... weiter




"Gabo", wie ihn seine Fans nannten, bei einer Veranstaltung in Cartagena (Kolumbien) im Jahr 2007. - © apaWeb/EPA - Ballesteros

Todesfall

Tod eines magischen Erzählers5

  • Nobelpreisträger Gabriel García-Márquez ist tot.

Macondo trauert. Gabriel García-Márquez, der Erfinder des Dorfes, in dem ebenso wunderbare wie schreckliche Dinge passieren, ist tot. Der kolumbianische Nobelpreisträger für Literatur starb am Donnerstag in seinem Haus in Mexiko-Stadt im Alter von 87 Jahren. Die Hundert Jahre Einsamkeit des gleichnamigen Romans in Macondo sind nicht weniger als... weiter




Paul Klee war ein virtuoser Techniker - sein Stil, wie hier etwa in "Fata Morgana zur See", ist Ausdruck seiner Persönlichkeit, nicht kaschiertes Unvermögen. - © apa/VBK/bildrecht.at

Literaturkritik

Die Äpfel des Pegasus

  • Rainer Hartung und Kerstin Hensel versuchen, den Wert von Lyrik zu beurteilen.

Hartung schummelt. Das sei gleich zu Beginn gesagt, sonst fangen die notwendigen Diskussionen am falschen Ende an. Harald Hartung, 1932 in Herne geborener deutscher Lyriker und Literaturkritiker der "FAZ", verspricht in seinem Buch "Die Launen der Poesie", "Deutsche und internationale Lyrik seit 1980" zu betrachten... weiter




Eine bisher unveröffentlichte Geschichte von Samuel Beckett wird erstmals herausgegeben. - © wikipedia/Bibliothèque nationale de France/Roger Pic

Samuel Beckett

"Ein Alptraum"2

  • Die Odyssee einer einst abgelehnten Erzählung von Samuel Beckett.

London. Es hatte die letzte Geschichte seines ersten literarischen Großwerks werden sollen. Aber Samuel Becketts Verleger lehnte sie ab. Es tue ihm sehr leid, das Stück nicht zu drucken, schrieb Charles Prentice an den jungen irischen Texte-Lieferanten. Die Geschichte jedoch sei "ein Alptraum". Beim Lesen bekomme er "Muffensausen"... weiter




Der Thronfolger, der 1914 getötet wurde. - © WZ/Erzh.Franz Ferd. Museum

Sarajevo

Auf Franz Ferdinands Spuren1

  • Erlebnisse auf einer teils beschwerlichen, aber höchst abwechslungsreichen Reise.

Der deutsche Journalist und Buchautor Frank Gerbert hatte die blendende Idee, tagegenau 99 Jahre nach Franz Ferdinand die Route zurückzulegen, auf der der österreichische Thronfolger am 22. Juni 1914 von seinem Schloss Chlumetz in Böhmen aus nach Sarajevo in den Tod fuhr. Mit modernen technischen Hilfsmitteln ausgerüstet und blendend mit dem... weiter




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Zwischen Traum und Alptraum

Carlos Gardel im Schatten seines Hutes. - © José Munoz, Reprodukt Die Maske könnte die Insignie des argentinischen Tangosängers Carlos Gardel sein. In dem gleichnamigen Comic von José Muñoz und Carlos Sampayo mit dem... weiter





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Rezension

Freihandel in Theorie und Praxis

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Für eine offenere Gesellschaft

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Sepinwall, Alan: Die Revolution war im Fernsehen


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Aichner, Bernhard: Totenfrau


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Hobbs, Roger: Ghostman


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