Kultur

Prix Goncourt für Eric Vuillard

  • Symbolischer Preis mit zehn Euro dotiert.

Paris. Der französische Autor und Filmemacher Eric Vuillard wird für seinen Roman "L’Ordre du jour" (etwa: Tagesordnung) mit Frankreichs wichtigstem Literaturpreis, dem Prix Goncourt, ausgezeichnet, teilte die Jury am Montag in Paris mit. "L’Ordre du jour" handelt von den politischen und psychologischen Mechanismen... weiter




Czernowitz

Die Stadt der Worte4

  • Der russisch-ukrainische Schriftsteller Igor Pomerantsev hat der ehemaligen Habsburger-Kulturmetropole Czernowitz ein literarisches Denkmal gesetzt. Auf der Buch Wien stellt er sein Buch in deutscher Übersetzung vor.

"Jeder Ort steht für etwas. Venedig ist Wasser, Glas und Filmstars. Parma ist Schinken. Und Czernowitz ist ein Buch. Es hat viele Stimmen und wird in vielen Sprachen verfasst", schreibt der Schriftsteller Igor Pomerantsev. "Ein vielsprachiges Palimpsest, wie es sich für Czernowitz gehört." Große Worte... weiter





"die bäume greifen aus ins feld" (Kirstin Breitenfellner). - © Jugoslav Vlahovic

Neue österreichische Lyrik

Ausgesprochen schöne Gedichte2

  • Das Lesen von Lyrik bereitet großes Vergnügen - vorausgesetzt, dass sich die Dichter ein wenig Mühe gegeben haben. Eine Auswahl gelungener Verse.

Der Wiener Dichter Manfred Chobot ist heuer siebzig Jahre alt geworden. Zu diesem Anlass hat Beppo Beyerl einen Querschnitt aus dem umfangreichen lyrischen Werk seines Freundes und Autorenkollegen Chobot zusammen gestellt. Unter dem (hoffentlich) bewusst abgegriffenen Titel "Nur Fliegen ist schöner" (Löcker Verlag Wien) findet man hier Gereimtes... weiter




- © Leonardo Cendamo/ Imago

Interview

"Ich bin Katholik mit einem
heidnischen Hang"
7

  • Der französische Schriftsteller Pierre Michon bekennt seine sprachliche Doppelprägung, erläutert seine Sicht auf Vaterschaft, Kunst und Religion, erzählt von seinem Filmdebüt - und von seinem Twitter-Double.

"Wiener Zeitung": Monsieur Michon, in einem Interview mit dem "Nouvel Observateur" haben Sie einmal gesagt: "Mit einem Journalisten zu reden, scheint mir das Gegenteil zu dem, weshalb man schreibt." Warum das Gegenteil? Pierre Michon: Nicht unbedingt das Gegenteil. Sagen wir so: Im Gespräch mit einem Journalisten hat man immer den Eindruck... weiter




Literatur

Sympathisch frech2

  • Neue Erzähungen von Christian Futscher.

"Wenn ich tot bin, werde ich die Sau rauslassen - auf dem Friedhof, warum nicht? Ihr werdet schon sehen! Von wegen ewige Ruhe, ohne mich!" Gottlob wartet Autor Christian Futscher nicht so lange wie eine seiner Figuren, er besingt in seinem neuen Erzählungsband bereits zu Lebzeiten die einschlägigen Freuden des Lebens in Wien - Sex... weiter




Literatur

Schilfschneider und Sturmzauberer

  • In seiner Strom-Biographie der Donau entwirft der britische Autor Nick Thorpe ein Tableau so aufschlussreicher wie kennzeichnender Alltagsgeschichten.

Einem Fluss als Darsteller zu folgen ist wie die Schilderung eines Lebenslaufs: Man kann ihn vom Ende her betrachten oder vom Ursprung aus. Nick Thorpe, der englische BBC-Mitteleuropa-Korrespondent mit Sitz in Budapest, hat sich in seiner Strom-Biographie der Donau dafür entschieden, den Flusslauf von der Mündung im Schwarzen Meer bis zur Quelle... weiter




Charme eines Debüts: Irene Diwiak. - © www.corn.at/Deuticke

Literatur

Schlafes Schwester2

  • Die österreichische Schriftstellerin Irene Diwiak überfrachtet ihren ersten Roman "Liebwies", der gleichwohl eine eindrucksvolle Talentprobe darstellt.

In einem Kaff irgendwo in Österreich blüht im Verborgenen ein musikalisches Talent. Hatten wir das nicht schon? Aber Irene Di- wiak setzt in ihrem Roman "Liebwies" die Ausgangsidee von Robert Schneiders "Schlafes Bruder" anders fort. Es geschieht nicht zum ersten Mal in der Kunst, dass ein Samenkorn zwei oder mehr Gewächse hervorbringt... weiter




Literatur

Groteske Reise in der Zeitmaschine1

  • Egyd Gstättners origineller Roman "Wiener Fenstersturz".

Die Welt von Gestern scheint für den Kärntner Autor Egyd Gstättner ein unversiegbarer Quell. War im Roman "Das Geisterschiff" der Secessionist Auchentaller im Zen-trum des Erzählens, so ist der "Wiener Fenstersturz" dem vielseitigen Egon Friedell gewidmet. Dieser floh am 16. März 1938 durch einen tödlichen Sprung aus seiner Wohnung in der... weiter




"so nebenbei geschieht das außerordentliche": Elfriede Gerstl (1932–2009). - © Marko Lipus

österreichische Literatur

Tänzchen auf dünnem Eis2

  • Elfriede Gerstl war eine sehr vielseitige Autorin. Ihre Texte laden in einer fünfbändigen Werkausgabe zu inspirierenden Lektüren ein.

"Deine Texte finden für mich immer über ganz dünnem Eis statt. Was unter dem Eis liegt, wird nie ausgesprochen. Das Buch über Elfriede Gerstl hast du nie geschrieben." So unverblümt und ein wenig forsch sprach Hubert Fichte in einem langen Interview aus dem Jahr 1979 die befreundete Autorin Elfriede Gerstl auf ihre Zurückhaltung an... weiter




Sinniert über Hochmut und Demut: Michael Köhlmeier. - © Prugger

Lieratur

Star unter Bußpredigern

  • Der österreichische Schriftsteller Michael Köhlmeier fasziniert mit einer wortgewaltigen Akrobatik aus Leidens- und Liebesgeschichte, Realität und Delirium.

Antonius ist im katholischen Volksglauben jener Heilige, in dessen "Zuständigkeitsbereich" es fällt, Verlorenes wiederzufinden. Die historische Figur dahinter ist Antonius von Padua bzw. Antonius von Lissabon, Theologe, Angehöriger des Franziskanerordens, Kirchenlehrer und publikumswirksamer Star unter den Bußpredigern... weiter




Bekanntermaßen launenhaft: Die Glücksgöttin Fortuna, hier in Form einer Statue von Johannes Benk auf der Neuen Burg der Hofburg in Wien. - © gemeinfrei

österreichische Literatur

Gute Zeit für schlechte Aussichten1

  • In der aktuellen österreichischen Literatur dominieren Entwürfe einer verunglückten Zukunft. Ein Überblick.

"Ich schreibe über das Glück", sagt Franz Schuh in seinem Buch "Fortuna. Aus dem Magazin des Glücks" (2017) - und wir möchten ihm vorlaut in den Satz fallen: Das machen Sie nicht zum ersten Mal, Herr Schuh! Ihr Essayband "Schreibkräfte" aus dem Jahr 2000 trug den Untertitel "Über Literatur, Glück und Unglück"... weiter




Literatur

Schatten der Vergangenheit

  • Eine tiefgründige Familiengeschichte: Judith Taschlers Roman "David".

Man braucht eine Weile, bis man den Durchblick hat. Da ist der junge Mann, der sich nicht so recht auf Beziehungen einlassen mag. Liegt es an seinem Charakter oder gibt es etwas, das ihn geformt hat? Da ist die Frau, die Mann und Kinder verließ, um neu anzufangen. Nur eine Laune? Midlifecrisis ? Man muss Gleichmut aufbringen, darauf vertrauen... weiter




#erzschlag

ein heimatmärchen145

jetzt sperr ma österreich zua dann sperr ma kärnten zua dann die steiermark oberösterreich haben wir eh schon fast zuagsperrt so wie das burgenland föhlt nur noch vorarlberg, tirol, salzburg, niederösterreich und wien sperr ma glei zweimal zua dann sads alle eingsperrt und den schlissel hauma weg weiter




Krimi

Korrupte Bullen

  • Andreas Gruber: "Todesreigen" - der kauzige Ermittler Maarten S. Sneijder ist wieder da.

Zwei BKA-Mitarbeiter begehen Suizid – und als Sabine Nemez auf besonderen Wunsch ihres Chefs hin die beiden Fälle näher untersucht, wird bald klar: Die Vermutung, dass mehr dahintersteckt, ist gerechtfertigt. Bald entdeckt sie Verbindungen zu einem 20 Jahre alten Kapitalverbrechen – und wird aus den eigenen Reihen bei ihren... weiter




Yasmina Khadra schreibt auch über die dunklen Seiten Algeriens. - © afp/Joel SagetInterview

Yasmina Khadra

"Ich kenne keinen Hass"7

  • Der algerische Autor Yasmina Khadra schreibt unter einem weiblichen Pseudonym über den Terrorismus.

Frankfurt. Yasmina Khadra hat es mit Kriminalromanen, die in terroristischem Milieu angesiedelt sind, zu Berühmtheit gebracht. Mohammed Moulessehoul, 1955 in Algerien geboren, schreibt unter einem weiblichen Pseudonym, dem der Vorname seiner Frau zugrunde liegt. Die "Wiener Zeitung" traf den umstrittenen Autor in Frankfurt... weiter




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