Präzise Verhaltensstudien: Karin Peschka. - © APA /Helmut Fohringer

Literatur

Arrangement mit dem Untergang2

  • Die österreichische Schriftstellerin Karin Peschka beschreibt in ihrem neuen Erzählband den Prozess allumfassender Verwesung in einem post-apokalyptischen Wien.

Zerschunden. Ausgeblutet. Postelektrisch. Ein nicht näher genanntes apokalyptisches Ereignis hat Wien zerstört, die wenigen Überlebenden bringen sich um oder arrangieren sich. Intellektuelle entdecken ihr handwerkliches Geschick, ein Obdachloser macht weiter wie bisher, eine junge Frau krümmt sich in Regelschmerzen... weiter




"In Deutschland wird Kunst oft als verlängerter Arm der Volkshochschule gesehen", kritisiert Sven Regener und findet das österreichische Verhältnis zur Kunst sympathischer. - © Ullstein Bild/ Unger

Literatur

Vier Freaks im Café Einfall4

  • Sven Regener, Autor und Sänger der Band Element of Crime, spricht mit der "Wiener Zeitung" über seinen neuen Roman, "Wiener Straße", und seine offenkundige Liebe zu Österreich.

Die Wiener Straße ist eine Verkehrsader in Berlin-Kreuzberg zwischen dem Görlitzer Bahnhof und dem Landwehrkanal. In den 80er Jahren war sie, bis zum Fall der Mauer und danach einsetzender Gentrifizierung, eine ziemlich wilde, von der (links-alternativen) Subkultur dominierte Gegend, weil hier aufgrund standplanerischer Vernachlässigung viele... weiter





SciFi-Thriller

Gefangen in der (virtuellen?) Realität

  • Karl Olsberg: "Boy in a White Room" - ein beunruhigendes Lehrstück über Virtual Reality, künstliche Intelligenz und Ethik.

Als Manuel erwacht, befindet er sich im Inneren eines ominösen Würfels und hat so gut wie keine Erinnerungen. Selbst seinen Namen erarbeitet er sich erst mithilfe eines Internetzugangs, der ihm zur Verfügung steht. Bald ist klar: Er ist Milliardärssohn, hat einen Überfall nur knapp überlebt, und sein Gehirn hängt nun... weiter




#erzschlag

kein weg zurück39

ich will in meine kindheitserinnerungen will zurück in den wald und zum see will meinen kopf in mutters schürze vergraben will meine schwester sagen hören: so eine glück will meinen bruder als baby wieder will meinen vater lachen hören weiter




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Kinderbuch

Wer hat Angst vor dem Langohr?

  • Jadwiga Kowalska: "Ich bin ein Wolf, sagt Hase" - ein Such-(Vor-)Lese-Buch zum Fürchten.

Der Hase hat Angst, aber so richtig. Was tun? Er näht sich ein Wolfskostüm, denn: "Wolf müsste man sein! Ein Wolf fürchtet sich nie", denkt sich das Langohr. Doch als es dann verkleidet in den Wald geht, schlägt es leider mit seinem Kostüm alle seine Freunde in die Flucht - aber nicht nur die, sondern auch den großen bösen Wolf... weiter




Krimi

Wo sind meine Kinder?

  • Günter Neuwirth: "Die Frau im roten Mantel"

Nach einer überstandenen Krebserkrankung leckt Kriminalist Wolfgang Hoffmann wieder Blut, als er unerwartet privat einer offenbar verwirrten jungen Frau mit Pistole in der Hand begegnet, deren Mann ihre Kinder entführt haben soll. Und weil auch noch ihr Liebhaber spurlos verschwunden ist, klemmt sich Hoffmann hinter den Fall... weiter




Jugendroman

Kleinkarierte Könige der Lüfte

  • Sue-Ellen Pashley: "Am Abgrund des Himmels" - eine Liebesgeschichte um einen Weradler mit viel Herz und noch mehr Schmerz.

Gestaltwandler sind in der Literatur meist Werwölfe. Bei Sue-Ellen Pashley hingegen werden der Protagonist und sein Vater zu Adlern, wenn sie sich verwandeln. Und weil es so wenige Weradler gibt, sieht Nicks Vater Henry es als die unausweichliche Verpflichtung seines Sohnes an, unter allen Umständen nur eine Weradlerin als Freundin auszuwählen... weiter




Sachbuch

Die Gewalt der Zukunftslosen

  • Islamforscher Oliver Roy ortet hinter Dschihadismus einen Generationenkonflikt.

Vor allem junge Muslime auf Sinnsuche werden mit ihren Glaubenszweifeln Opfer von Botschaften einer radikalen und verdrehten islamistischen Ideologie wie der Terrormiliz Islamischer Staat (IS), die zu Dschihad und Terror gegen alle "Ungläubige" aufrufen, um am Ende angeblich die "Reinheit" eines echten "islamischen Staates" aufzubauen... weiter




Wofür steht Emmanuel Macron? Sein Buch beantwortet diese Frage nicht. - © Reuthers

Sachbuch

Der Unfassbare7

  • Frankreichs Präsident verstellt den Blick auf den wahren Macron mit einem 230 Seiten langen Text.

Er war einst turbokapitalistischer Investmentbanker, aber auch sozialistischer Minister. Er befürwortet eine Art von europäischem Superstaat, ist aber gleichzeitig leidenschaftlicher Franzose. Er will die Steuern und die Staatsschulden radikal senken, aber gleichzeitig riesige staatliche Investitionen... weiter




Sachbuch

Ein Plädoyer zum Maßhalten

  • Politologe Fritze über die "Kritik des moralischen Universalismus".

Politische Entscheidungsträger der EU-Staaten erwecken in der laufenden Flüchtlingskrise den Eindruck des Überrollt-Seins. Die Vertreter der "Willkommenskultur" haben bisher ihre deskriptiven und normativen Überzeugungen nur bruchstückhaft offengelegt. Jedoch scheint unter ihnen die Annahme konsensfähig, dass sich Grenzen... weiter




Sachbuch

Das verkannte Genie

  • Das Leben und Scheitern des Christian Doppler.

Mozart, bitte weghören! Der wichtigste Salzburger - wenn es um seine Leistungen für die Menschheit geht - war der Physiker und Mathematiker Christian Andreas Doppler (1803-1853), davon ist Clemens M. Hutter überzeugt. Man ist geneigt, dem ehemaligen Auslandsressortchef der "Salzburger Nachrichten" zuzustimmen, wenn er seinem Landsmann huldigt... weiter




Jugendbuch

Nur nicht das Erwartete tun

  • Barry Jonsberg: "Das ist kein Spiel" - ein Jugendroman über eine Entführung und die Spieltheorie.

Ein millionenschwerer Lottogewinn zerstört das Familienleben der Delawares. Denn das älteste Kind, die 18-jährige Summerlee, die sich vorher schon von den Eltern abgewandt hat, kapselt sich nach ihrem Zufallstreffer noch mehr ab. Und nicht genug damit: Nachdem sie als regionale Lotto-Heldin in den Medien gefeiert wurde... weiter




Literatur

Inspektion der männlichen Spezies

  • Peter Schneiders - hoffentlich - satirischer Roman "Club der Unentwegten".

Das Programm seines neuen Romans, "Club der Unentwegten", versenkt Peter Schneider schon im ersten Satz: "Es war vorbei." Diese Angst treibt die ältlichen Herren im Buch zu womöglich letztmaligen Höchstleitungen. Dazu benötigen sie im Wesentlichen junge Frauen, die ihnen zu Diensten sind. Im Mittelpunkt steht der Privatgelehrte Roland... weiter




Moriz Scheyers österreichischer Pass, ausgestellt vom Gesandten in Paris. - © Peter Singer

Exilliteratur

Die Melancholie des Überlebens11

  • Eine Neuentdeckung: Moriz Scheyer, Wiener Journalist und Chronist einer jahrelangen Flucht, hat Lebenserinnerungen geschrieben. Das Buch war lange verschollen, nun ist es erstmals zugänglich.

Es ist die Geschichte eines zufälligen Fundes, und sie begann im Jahr 2005 in einem Vorort von London. Peter Singer und sein Bruder räumten damals das Haus ihres Vaters Konrad, der umziehen musste. Auf dem Dachboden fanden sie einen Umschlag und darin einen Stapel vergilbtes Papier. Auf dem obersten Blatt konnten die Brüder die Worte "Ein... weiter




Literatur

Nischen der Freiheit

  • Nicolas Dickners fesselnder Familien- und Gesellschaftsroman "Die sechs Freiheitsgrade":

Lisas Vater hat es wieder getan: Ein verfallenes Haus gekauft, in der Hoffnung, dass es ihm nach eigenhändiger Instandsetzung das große Geld bringt. Auch seine erfindungsreiche, handwerklich geschickte Tochter und ihr bester Freund Éric suchen stets nach neuen Verdienstmöglichkeiten. Die 15-Jährigen leben im Süden Québecs... weiter




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