
"Heute ist nicht viel passiert." Er klingt nicht gerade vielversprechend, dieser erste Satz, den Mary Higgins Clark als Siebenjährige in ihr Tagebuch schreibt. Einige Rückschläge und 30 Bestseller später liest sie am 20. September bei der Wiener Kriminacht aus "Ich folge deinem Schatten", ihrem neuesten Thriller. Es ist der erste Wien-Besuch der heute 83-Jährigen. Und mittlerweile ist so einiges passiert im Leben der "Queen of Suspense" - vieles davon hat sie in ihren Romanen verarbeitet.
Mary Higgins wurde zu Weihnachten 1927 als einzige Tochter irischer Einwanderer in der New Yorker Bronx geboren. In der Großfamilie war das Geschichtenerzählen ein beliebter Zeitvertreib - klein Mary träumte, so will es zumindest die Legende, schon damals von einem Leben als Autorin. Dieser Durchbruch sollte ihr aber erst spät, mit fast 50 Jahren, gelingen.
Zunächst schien ihr Leben in eine ganz andere Richtung zu laufen: Als sie 1939 von der Frühmesse nach Hause kam, musste Mary feststellen, dass ihr Vater, ein überarbeiteter und von der Wirtschaftskrise geplagter Pub-Besitzer, im Schlaf gestorben war. Ihre Mutter stand plötzlich alleine da, mit ihr, den beiden Brüdern, und ohne Job. Mary startete früher als geplant ins Arbeitsleben - unter anderem als Stewardess bei der Pan American Airline. Ihre Erfahrungen als Flugbegleiterin - einer ihrer Flüge war der letzte, der vor der Errichtung des Eisernen Vorhangs in der damaligen Tschechoslowakei landen durfte - flossen in ihre erste Kurzgeschichte ein: "Stowaway" ("Blinder Passagier") entstand 1950 und handelt von einer Stewardess, die einen tschechoslowakischen blinden Passagier findet. Sechs Jahre und vierzig Absagen später konnte Higgins Clark - 1949 hatte sie ihren Jugendschwarm Warren Clark geheiratet - die Geschichte verkaufen - um 100 Dollar. Als sie ihrer Mutter aufgeregt erklärte, dass sie nun weiterschreiben wolle, meinte diese: "Aber Mary, du hast doch jetzt deine Idee aufgebraucht." Diese eine vielleicht.
Und dann hat sich die Geschichte wiederholt. 1964 erlitt Warren Clark einen tödlichen Herzinfarkt. Wie zwei Jahrzehnte zuvor ihre Mutter, war es nun Mary, die ohne richtiges Einkommen fünf Kinder alleine ernähren musste. Doch dies hielt die Witwe nur bedingt von ihren schriftstellerischen Plänen ab: Sie verdiente ihr Geld als Drehbuchautorin für Hörspielsendungen, nebenbei schrieb sie ihren ersten Roman, der allerdings floppte. Aus Sicht der heutigen Leser ein Glücksfall, sonst hätte sich Higgins Clark vielleicht nie dem Thriller zugewandt. Denn der 1969 erschienene Band "Aspire to the Heavens" war ein biografischer Roman über die Beziehung zwischen George und Martha Washington.
Der Sprachenstreit zwischen Flamen und Wallonen in Belgien wird von Politikern jetzt auch auf Comics übertragen. Auf Veranlassung eines flämischen...
weiter
Berlin. Beim Gratis-Comic-Tag werden am Samstag (11. Mai) in Deutschland, Österreich und der Schweiz rund 300.000 kostenlose Hefte verteilt...
weiter
Dass Weißheit nicht im Kopf, sondern auf dem Kopf beginnt, diese Erfahrung ist das Erfolgsgeheimnis des Friseursalons von Frau Khumalo...
weiter
Wenn Bücher über menschenrechtliche Missstände nach zehn Jahren nach wie vor aktuell sind, dann wirft das kein gutes Licht auf die Wirklichkeit...
weiter
Dass es keine Lesung wie so viele andere bei der 13. LitCologne werden würde, stand bei Rainald Goetz von vorne herein fest...
weiter
Der Tiroler Autor, Maler und langjährige Mitarbeiter der "Wiener Zeitung" Walter Klier (57) wurde heuer mit dem Otto-Grünmandl-Literaturpreis (5...
weiter
Von Loriot stammt der Satz, dass ein Leben ohne Mops zwar grundsätzlich vorstellbar, aber völlig sinnlos sei. An diese Weisheit hält sich auch das...
weiter