Berlin. Gegen den Schweizer Schriftsteller Christian Kracht gibt es neue Vorwürfe. Dem deutschen Magazin "Focus" zufolge sagte der deutsche Autor Marc Buhl, Kracht habe einzelne Teile aus seinem Buch "Das Paradies des August Engelhardt" übernommen. "Vieles, was Kracht schreibt, kam schon vor einem Jahr in meinem Buch ganz genauso vor", wird Buhl zitiert. Dabei gehe es nicht um Fakten, die auf Recherchen beruhen könnten, sondern um erzählerische Freiheiten, die er sich genommen habe, erklärte Buhl weiter. Die Handlungsführung in beiden Romanen sei ihm zufolge auffällig ähnlich. Juristische Schritte will Buhl gegen Kracht vorläufig nicht einleiten. "Das würde viel Arbeit machen – und niemandem etwas einbringen", sagte er.
Zuvor hatte der "Spiegel"-Journalist Georg Diez dem Autor Kracht Nähe zu rechtem Gedankengut vorgeworfen. In seinem vierten Roman schildert Kracht die Geschichte eines Aussteigers mitten in der deutschen Kolonialzeit. Der Nürnberger August Engelhardt hatte 1902 eine Südsee-Insel gekauft, um dort das "Kokovorische Weltreich" zu gründen. In Engelhardts Lehre ging es darum, nackt der Kokosnuss zu huldigen.
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