• vom 09.03.2012, 16:24 Uhr

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Autor ist Träger zahlreicher Preise

Waterhouse erhält Staatspreis



  • Dem Literaten wird 2012 die höchste Kunst-Auszeichnung verliehen.

Waterhouse.

Waterhouse. Waterhouse.

Wien. Der Autor Peter Waterhouse (55) erhält die höchste Kunst-Auszeichnung der Republik Österreich, den Großen Österreichischen Staatspreis 2012. Waterhouse verfasst Lyrik, Essays, Erzählungen, Romane und Theaterstücke und wurde dafür bereits vielfach ausgezeichnet. Ministerin Claudia Schmied (SPÖ) würdigte ihn als "Sprachkünstler, feinsinnig und wortgewaltig zugleich". Die mit 30.000 Euro dotierte Ehrung wird Ende Juli im Rahmen der Salzburger Festspiele überreicht.

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Waterhouse wurde in Berlin als Sohn eines Engländers und einer Österreicherin geboren, wuchs zweisprachig auf und absolvierte seine Schulzeit in Niedersachsen. Er studierte Germanistik und Anglistik an der Universität Wien sowie 1981/82 an der University of Southern California in Los Angeles. 1984 promovierte er an der Universität Wien mit einer Arbeit über die Utopie in der Lyrik Paul Celans zum Doktor der Philosophie. Zuletzt erschienen sein umfangreicher Roman "(Krieg und Welt)" und seine Erzählung "Der Honigverkäufer im Palastgarten und das Auditorium Maximum".

Sprachgrenzen sprengen
Der Kunstsenat, ein 21 Mitglieder umfassendes Gremium unter dem Präsidium von Architekt Hans Hollein, begründete die Wahl von Waterhouse damit, dass "in seiner Literatur das Kleine wie das Große gleichberechtigt ist, das Übersehene ebenso leuchtet wie das Gesehene, das Überhörte trotzdem in uns klingt und feste Bedeutungen der Sprache bei ihm neue Schwingungen erfahren". Aufgrund dieses Unternehmens, das immer wieder Wort- und Sprachgrenzen überschreite, habe man Waterhouse vorgeschlagen.

Waterhouse ist bereits Träger des Heimito-von-Doderer-Preies (2000), des Österreichischen Staatspreises für literarische Übersetzungen (2002), des H.-C.-Artmann-Preises (2004), des Erich-Fried-Preises (2007) und des Literaturpreises der Stadt Wien.

Der 1950 begründete Große Österreichische Staatspreis wird ohne festgelegtes Rotationsprinzip innerhalb der Sparten Literatur, Musik, Bildende Kunst und Architektur vergeben. Zuletzt erhielten ihn Heinz Tesar (Architektur) und Olga Neuwirth (Musik).




Schlagwörter

Waterhouse, Preis, Literatur

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