
Wien.Auch so kann man die Zuerkennung des wichtigsten Preises für deutschsprachige Literatur feiern: Felicitas Hoppe hat sich nach dem Anruf der Jury schnell einen Termin beim Friseur organisiert. Ob das stimmt oder nur eine Geschichte ist, steht auf einem anderen Blatt, denn im Geschichtenerzählen ist Hoppe eine der besten Fabuliererinnen der derzeitigen deutschsprachigen Literaturszene und ihre Lieblingsgestalt in der Literatur ist der beim Lügen zur Langnase werdende Pinocchio.
Die am 22. Dezember 1960 in Hameln geborene Autorin, die perfekt Italienisch und Russisch spricht und fallweise als Lehrerin für Deutsch als Fremdsprache arbeitet, debütierte 1991 mit "Unglückselige Begebenheiten". "Iwein Löwenritter" (2008) ist ihre bekannteste, "Hoppe" (2012) ihre jüngste Arbeit. 50.000 Euro beträgt das Preisgeld, das Renommée, an der Seite von Preisträgern wie Paul Celan und Thomas Bernhard genannt zu sein, lässt sich indessen nicht beziffern.
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