• vom 03.07.2013, 16:40 Uhr

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Ingeborg Bachmann

Rom fasst eine "Casa di Bachmann" ins Auge




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Von Wolfgang Ludwig


    In Klagenfurt könnten die "Tage der deutschsprachigen Literatur" bald gezählt sein, in Rom hingegen gibt es vielleicht einen Neubeginn für das Andenken an Ingeborg Bachmann. Im Jahr 1953 verlässt Ingeborg Bachmann Wien, um nach Italien zu ziehen, zunächst nach Ischia und Neapel, dann nach Rom. Von kurzen Unterbrechungen abgesehen, sollte Rom bis zu ihrem Tod im Oktober 1973 ihr Lebensmittelpunkt und wichtigste Inspirationsquelle bleiben. In Rom bewohnte sie insgesamt acht verschiedene Wohnungen oder gemietete Zimmer.


    Gedenken und Begegnung
    Eine von Bachmanns ehemaligen Wohnungen könnte nun zu einer "Casa di Bachmann" - einer Gedenk- und Begegnungsstätte mit der Dichterin - werden. Die österreichische Historikerin und Journalistin Christina Höfferer sondiert im Rahmen eines Forschungsstipendiums des Goethehauses derzeit die Möglichkeiten, spricht mit Zeitzeugen und katalogisiert noch vorhandene Inventarstücke. Völlig unklar ist noch die Finanzierung, für die Sponsoren aufgetrieben werden müssen. ",La Casa di Bachmann‘ ist eine Utopie, deren Realisierung mit gar nicht sehr hohen finanziellen Mitteln viel für die österreichische Gegenwartsliteratur bewirken kann", meint Christina Höfferer, die in einem Bachmann-Haus einen "idealen Begegnungsort" sieht, "wo wir geistige Nahrung bekommen, die gerade in der Krise dringend gebraucht wird".

    Am Haus in der Via Bocca di Leone Nr. 60 befindet sich immerhin schon eine Gedenktafel der Stadt Rom für die Dichterin; im Internet ist eine virtuelle "Casa di Bachmann" bereits existent und vermittelt einen Vorgeschmack auf eine spätere reale.




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    Dokument erstellt am 2013-07-03 16:44:02



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