• vom 31.03.2016, 13:11 Uhr

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Update: 31.03.2016, 13:22 Uhr

Rauriser Literaturtage

Im Mittelpunkt steht die Geschichte




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Von Verena Franke

  • Die diesjährigen Rauriser Literaturtage im Salzburger Pinzgau stehen noch bis zum 3. April unter dem Motto "Geschichte.Erzählen".

Autor Josef Haslinger liest am 2. April im Gasthof Grimming.

Autor Josef Haslinger liest am 2. April im Gasthof Grimming.© Foto: Jürgen Bauer Autor Josef Haslinger liest am 2. April im Gasthof Grimming.© Foto: Jürgen Bauer

Das Motto ist passend zum Jubiläumsjahr der 200-jährigen Angehörigkeit Salzburgs zu Österreich gewählt. "Geschichte kann sowohl historisch als auch als Alltagswort der Erzählung aufgefasst werden. Wir wollen die Erzählhandlung in den Mittelpunkt stellen", erklärte Manfred Mittermayer, der Intendant der Rauriser Literaturtage, bei der Programmpräsentation. Bis zum 3. April steht nämlich die heurige 46. Ausgabe des Festivals unter dem Motto "Geschichte.Erzählen". Fünf Tage lang finden in Rauris Lesungen und Gespräche mit Autoren statt, in deren Mittelpunkt das Konzept Geschichte in all seinen Bedeutungen des Wortes steht. Ferner wird auch der Rauriser Literaturpreis an die in Wien lebende Journalistin und Autorin Hanna Sukare für ihren Roman "Staubzunge" vergeben. Den diesjährigen Förderpreis wird der 22-jährige Vorarlberger Carlos Peter Reinelt für seinen Text "Willkommen und Abschied" erhalten.

Brüche und Umbrüche einer ambivalenten Epoche

Auf dem Festspielprogramm steht am 31. März (17 Uhr) etwa eine Lesung des Schweizer Autors Alain Claude Sulzer, aus seinem 2015 erschienenen Roman "Postskriptum": Über ein halbes Jahrhundert erstreckt sich die Handlung, in der Sulzer die turbulenten Zeitläufte, beginnend im Winter 1932/33, im Schicksal eines jüdischen Filmstars verdichtet und dabei von den Brüchen und Umbrüchen einer ambivalenten Epoche erzählt.

Information

46. Rauriser Literaturtage

bis zum 3. April in Rauris/Salzburg. Weitere Informationen auf der Website

Um 19.30 Uhr liest Breda Smolnika aus ihrer poetischen Erzählung "Ko se tam gori olistajo breze" ("Wenn die Birken Blätter treiben", 1998; dt. 2015). Darin erzählt sie von Emigration und Krieg, von Geschäftstüchtigkeit und nationalem Selbstverständnis und spannt einen Bogen über die Geschichte des  20. Jahrhunderts. Der Text hatte einen jahrelangen existenzbedrohenden Rechtsstreit zur Folge.

Am 1. April steht Elisabeth Reichart auf dem Programm. Der Nationalsozialismus und sein Erbe sowie der Geschlechterkonflikt ziehen sich als Lebensthemen durch ihr Werk. Sie liest aus dem Erinnerungsbuch "Die Voest-Kinder" (2011) über Kindheit und Jugend in einer Voest-Werkssiedlung in den 50er und 60er Jahren. Das Buch ist ein eindringliches, weit über den Mikrokosmos des Linzer Arbeitermilieus hinausweisendes Zeitdokument.

Am 2. April sind unter dem Titel "Rauris.Lyrik" Klaus Merz, Rosa Pock und Robert Schindel zu Gast.

Ferner werden noch bis 3. April Autoren wie Erich Hackl, Guntram Vesper, Inger-Maria Mahlkeoder auch Josef Haslinger zu hören sein.





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Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2016-03-31 13:17:07
Letzte ńnderung am 2016-03-31 13:22:00



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