• vom 22.04.2016, 22:31 Uhr

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Update: 22.04.2016, 22:45 Uhr

Literaturpreis

Preise für politische Literatur




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  • Staatspreis geht an Andrzej Stasiuk, auch Sabine Gruber und Angelika Reitzer ausgezeichnet.

Wien. Hierzulande kennt man ihn vor allem durch sein 2013 am Grazer Schauspielhaus uraufgeführtes Stück "Thalerhof", in dem er sich mit dem ehemaligen Straflager im Süden von Graz auseinandersetzte. Nun erhält der 55-jährige polnische Autor Andrzej Stasiuk den mit 25.000 Euro dotierten Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur.

"Es freut mich besonders, dass wir heuer einen Schriftsteller mit dem europäischen Staatspreis für Literatur auszeichnen können, der stets Position bezieht, wenn es um aktuelle politische Herausforderungen in Polen und Europa geht, der sich stimm- und wortgewaltig für demokratische Werte wie die Medien- und Meinungsvielfalt in seiner Heimat einsetzt", so Kulturminister Josef Ostermayer (SPÖ) in einer Aussendung.


Stasiuk wurde am 25. September 1960 in Warschau geboren. Nach einem Gefängnisaufenthalt wegen seiner Desertion vom Militärdienst veröffentlichte er 1992 sein erstes Buch "Die Mauer von Hebron", in dem er seine Erlebnisse verarbeitete. Es folgten Romane wie "Der weiße Rabe", "Die Welt hinter Dukla" oder "Hinter der Blechwand". Zuletzt erschien vor wenigen Monaten im Suhrkamp Verlag der Band "Der Osten".

Der ebenfalls am Freitag bekanntgegebene Österreichische Kunstpreis für Literatur zeichnet das literarische Gesamtwerk eines österreichischen Autors aus und ist mit 15.000 Euro dotiert. "Sabine Gruber erzählt mit existenzieller Wucht von Körper und Seele, von Grenzen und Freiheit, von Verzweiflung und Hoffnung, ihre Werke sind grundiert vom Wissen um die Bedeutung von Sprache und Kunst für das Leben", so die Jurybegründung zur Vergabe des Preises an die 52-Jährige in Wien lebende Südtirolerin. Linda Wolfsgruber wird mit dem Kunstpreis für Kinder- und Jugendliteratur geehrt.

Kein Geschichten-Zertrümmern
Den "Outstanding Artist Award" für Literatur erhält die 1971 in Graz geborene Autorin Angelika Reitzer. Für die Jury zählt sie "zu den eigenständigsten Stimmen der österreichischen Gegenwartsliteratur. Der Preis wird jährlich an einen Autor der jüngeren oder mittleren Generation vergeben, der bereits wichtige literarische Veröffentlichungen vorweisen kann, und ist mit 10.000 Euro dotiert. Der "Outstanding Artist Award" für Kinder- und Jugendliteratur geht an Elisabeth Steinkellner, deren Schreiben laut Jury eine bemerkenswerte Bandbreite aufweist - Kinderbücher und jugendliterarische Texte finden sich in ihrem Werk ebenso wie Lyrik und Miniaturen oder Anthologiebeiträge. Alle zwei Jahre wird auch der mit 10.000 Euro dotierte Österreichische Staatspreis für Kulturpublizistik vergeben: 2016 erhält ihn Alfred J. Noll (56).




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2016-04-22 16:02:05
Letzte nderung am 2016-04-22 22:45:23



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