• vom 25.01.2017, 14:39 Uhr

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Update: 25.01.2017, 14:57 Uhr

Stefan Zweig

Pazifist, Humanist und Freigeist




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  • Anlässlich des 75. Todestages von Stefan Zweig am 23. Februar erinnert Radio Ö1 mit mehreren Sendungen an den österreichischen Schriftsteller.

Exil-Europäer Stefan Zweig.

Exil-Europäer Stefan Zweig.© Foto: dpa/Ullstein Exil-Europäer Stefan Zweig.© Foto: dpa/Ullstein

Er war schlichtweg der Archetypus des hochgebildeten Europäers, entwurzelt von seiner Heimat, und der, als Europa ein zweites Mal im Krieg versank, den Lebenswillen verlor: Stefan Zweig wählte deshalb am 23. Februar 1942 in Petrópolis, Brasilien, den Freitod mit einer Überdosis Veronal. Seine Frau Lotte folgt ihn.

75 Jahre später gedenkt man des österreichischen Literaten, der mit seiner für ihn typischen Schönsprache tief in die Seele der Menschen blicken konnte.

Information

Stefan-Zweig-Schwerpunkt auf Radio Ö1

"Die Hörspiel-Galerie" (4. Februar.), "Hörspiel-Studio" (7., 14., 21., 28. Februar) - auch als Ö1-Doppel-CD erhältlich -, "Du holde Kunst" (19. Februar) und "Radiogeschichten" (20. Februar).

Radio Ö1 startet seinen Programmschwerpunkt mit "Die Hörspiel-Galerie" am Samstag, den 4. Februar mit Stefan Zweigs Werk "Clarissa" in der ORF-Produktion aus 1991. Es wirken Axel Corti, Julia Stemberger, Fritz Lehmann, Walter Schmidinger, Gerhard Zemann, Thomas Frey, Branko Samarowski, Susanne Czepl und Oswald Fuchs mit, die Regie führte Klaus Gmeiner. Ein Jahr nach Abschluss seiner Erinnerungen "Die Welt von Gestern", 1941, entschloss sich Zweig, das Leben jener Welt von 1902 bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs, erlebt von einer jungen Frau, zu schildern. Clarissas Schicksal, Mutter des unehelichen Kindes eines im August 1914 plötzlich zum Feind gewordenen Franzosen zu sein und um der Form willen einen ungeliebten Österreicher zu heiraten, hat er nicht bis zu einem Romanschluss darzustellen vermocht: Über der Entwicklung der Gegenwart resignierend, hat Zweig das noch nicht satzfertige Manuskript abgebrochen. Das Romanfragment aus seinem Nachlass wurde von Knut Beck bearbeitet und 1990 veröffentlicht.

Schicksalsträchtige Stunden in 14 Kurztexten

In vier Ausgaben des "Hörspiel-Studios" (7., 14., 21., 28. Februar) liest Joachim Bißmeier fünf Texte aus "Sternstunden der Menschheit". In einer Mischung aus Historienbeschreibung und Fiktion erzählt Zweig in einer Sammlung von 14 kurzen Texten schicksalsträchtige Stunden. Am 7. Februar ist die Erzählung "Das erste Wort über den Ozean", in deren Mittelpunkt die Verlegung des ersten transatlantischen Kabels steht, zu hören.

In "Du holde Kunst" am Sonntag, den 19. Februar, interpretiert Gerd Wameling unter dem Titel "Früh flügelt schon der dunkle Falter Ahnung" Gedichte von Stefan Zweig und aus dessen Autobiografie "Die Welt von Gestern. Erinnerungen eines Europäers" liest Michael Heltau in den "Radiogeschichten" am Donnerstag, den 23. Februar. In der ab 1939 entstandenen Autobiografie blickt Zweig aus der Perspektive eines etwa 60-Jährigen zurück auf sein Leben, oder: drei Leben, wie er in der Einleitung betont. Damit meint er seine hauptsächlich in Wien verbrachte Kindheit und Jugend, die Zeit während und nach dem Ersten Weltkrieg sowie die im Exil verlebten Jahre bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs, mit dem die Erinnerungen eines Europäers, so der Untertitel, enden. Nicht die Wichtigkeit seiner selbst habe ihn zur Niederschrift des Buches veranlasst, betonte der Schriftsteller, sondern vielmehr seine Zeitzeugenschaft der beiden Weltkriege und der damit einhergehenden Verfall der moralischen und kulturellen Werte, mit denen er aufwächst. Zweig verdeutlicht sein Anliegen, für eine ganze Generation zu sprechen, deren Fundament im Verlauf eines halben Jahrhunderts komplett auseinandergebrochen war. (vf)





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Dokument erstellt am 2017-01-25 14:44:05
Letzte ńnderung am 2017-01-25 14:57:00



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