• vom 04.07.2017, 16:50 Uhr

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Update: 04.07.2017, 17:02 Uhr

Literatur

Wettlesen der Hirngerichteten




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  • Bachmann-Preis: Ab Mittwoch steigen auch vier heimische Autoren in den Klagenfurter Ring.



Klagenfurt. (austa) Heute wird im Klagenfurter ORF-Theater mit der traditionellen Klagenfurter Rede zur Literatur der Wettbewerb eröffnet. Sie wird dieses Jahr von Franzobel, Bachmannpreisträger des Jahres 1995, gehalten und trägt den Titel "Das süße Glück der Hirngerichteten (sic!)". Darauf folgt die Auslosung der Lesereihenfolge. Im internationalen, 14-köpfigen Teilnehmerfeld sind dieses Jahr vier Autoren aus Österreich, die beim Wettlesen um den Bachmann-Preis rittern werden.

Die als Wirtstochter in Eferding geborene Karin Peschka hatte "schon immer" den Wunsch, Autorin zu werden, konnte diesen Traum aber lange nicht verwirklichen. Die Einladung zu den 41. Tagen der deutschsprachigen Literatur erfolgte für ihre Romane "Watschenmann" und "FanniPold", für die sie viel Lob und einige Preise erhalten hat. Lesen wird Karin Peschka aus "Autolyse Wien - Erzählungen vom Ende", einer Sammlung von 30 bis 40 kurzen Texten, allesamt Geschichten, die in einem zerstörten Wien spielen. Egal, was in Klagenfurt "passieren" wird, als Autorin habe die 49-Jährige bereits erreicht, wovon andere nur träumten, gesteht Karin Peschka "in aller Demut": "Dass ich vom Schreiben leben kann, empfinde ich als Privileg."


Auf Umwegen zu Literatur

Karin Peschka, Verena Dürr, Ferdinand Schmalz und Björn Treber (v.l.o.n.r.u.) sind Mitstreiter um den Bachmannpreis.

Karin Peschka, Verena Dürr, Ferdinand Schmalz und Björn Treber (v.l.o.n.r.u.) sind Mitstreiter um den Bachmannpreis.© apa Karin Peschka, Verena Dürr, Ferdinand Schmalz und Björn Treber (v.l.o.n.r.u.) sind Mitstreiter um den Bachmannpreis.© apa

Die Wiener Autorin Verena Dürr wird einen Auszug aus ihrem ersten Buch (der nun vielleicht gar nicht mehr Teil dieses Buches sein wird) lesen. Sie erkunde noch den passenden Schreibstil, sagt sie. Als ausgebildete Medienkünstlerin und Teil des "Poesiepop"-Duos "Bis eine Heult" fand die 34-Jährige erst über verschiedene künstlerische Gattungen zur Literatur und lebte bisher "gar nicht in dem Gefühl, als Autorin präsent zu sein".

Der in Graz geborene Ferdinand Schmalz, im bürgerlichen Namen Matthias Schweiger, versucht sein Debüt als Prosa-Autor. Zwischen der Uraufführung seines jüngsten Stücks "Der thermale Widerstand" am Schauspielhaus Zürich, seiner österreichischen Erstaufführung am Schauspielhaus Graz sowie ebendort der Bearbeitung der Couplets in Nestroys "Talisman" und seiner "Jedermann"-Neudichtung kommende Saison am Burgtheater hat der 31-jährige Steirer Zeit gefunden, sich mit einem Prosa-Text beim Bachmannpreis zu bewerben. "Es war schön, einmal nicht die Theaterkonventionen einhalten zu müssen", berichtet er von der anderen Arbeitsweise. Der Text, aus dem Schmalz lesen wird, ist Teil eines Romanprojekts, das er nun realisieren will. Über den eingereichten Text darf Schmalz zwar nichts verraten, lässt aber durchblicken, dass er in der Wiener Peripherie spielt.

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Schlagwörter

Literatur, Bachmann-Preis

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2017-07-04 16:54:13
Letzte ńnderung am 2017-07-04 17:02:05



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