• vom 09.10.2017, 20:44 Uhr

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Update: 09.10.2017, 21:04 Uhr

Deutscher Buchpreis

Die Begründung der Jury




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Von WZ Online, APA

  • "Dramaturgisch gekonnt gräbt er leichthändig in den Tiefenschichten jener Welt, die wir die unsere nennen."

Robert Menasse als Fotograf beim Deutschen Buchpreis 2017 im Römer in Frankfurt. Zum 13. Mal wurde die Auszeichnung für den besten deutschsprachigen Roman des Jahres vergeben. 

Robert Menasse als Fotograf beim Deutschen Buchpreis 2017 im Römer in Frankfurt. Zum 13. Mal wurde die Auszeichnung für den besten deutschsprachigen Roman des Jahres vergeben. © dpa / Arne Dedert Robert Menasse als Fotograf beim Deutschen Buchpreis 2017 im Römer in Frankfurt. Zum 13. Mal wurde die Auszeichnung für den besten deutschsprachigen Roman des Jahres vergeben. © dpa / Arne Dedert

Frankfurt. Der österreichische Autor Robert Menasse (63) hat am Montag in Frankfurt für seinen Roman "Die Hauptstadt" den Deutschen Buchpreis 2017 erhalten. Im Folgenden die Begründung der Jury im Wortlaut:

"Das Humane ist immer erstrebenswert, niemals zuverlässig gegeben: Dass dies auch auf die Europäische Union zutrifft, das zeigt Robert Menasse mit seinem Roman 'Die Hauptstadt' auf eindringliche Weise. Dramaturgisch gekonnt gräbt er leichthändig in den Tiefenschichten jener Welt, die wir die unsere nennen. Und macht unter anderem unmissverständlich klar: Die Ökonomie allein, sie wird uns keine friedliche Zukunft sichern können. Die, die dieses Friedensprojekt Europa unterhöhlen, sie sitzen unter uns - 'die anderen', das sind nicht selten wir selbst. Mit 'Die Hauptstadt' ist der Anspruch verwirklicht, den Robert Menasse an sich selbst gestellt hat: Zeitgenossenschaft ist darin literarisch so realisiert, dass sich Zeitgenossen im Werk wiedererkennen und Nachgeborene diese Zeit besser verstehen werden."

Der Jury für den Deutschen Buchpreis 2017 gehören an: Silke Behl (Radio Bremen), Mara Delius (Die Welt), Christian Dunker (autorenbuchhandlung berlin), Katja Gasser (Österreichischer Rundfunk), Maria Gazzetti (Casa di Goethe, Rom), Tobias Lehmkuhl (freier Kritiker, Berlin) und Lothar Schröder (Rheinische Post).





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Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2017-10-09 20:47:19
Letzte nderung am 2017-10-09 21:04:39



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