
(hb) Eine Idee, eine Vision, machte Muhammad Yunus, den Träger des Friedens-Nobelpreises, berühmt: Menschen in der Dritten Welt durch Minikredite aus den Klauen der Wucherer, die bis zu zehn Prozent Zinsen pro Woche in Rechnung stellen, zu befreien und wirtschaftlich auf die Beine zu bringen.
Mit der gleichen Energie und Ausdauer kämpft Yunus derzeit für eine neue, ebenfalls in den Grundzügen einfache Idee, mit der er vielleicht nicht den Kapitalismus verändern, aber Enklaven der Menschlichkeit im Kapitalismus schaffen wird, wenn er Erfolg hat. Einige Konzerne, von der BASF bis zu Danone, konnte er aber bereits für die Investition in Firmen gewinnen, die zwar Gewinne erzielen sollen - diese aber nicht an die Kapitalgeber abführen, sondern für die Verbesserung der sozialen Verhältnisse verwenden. "Social Business" ist drauf und dran, ein weiteres Beispiel dafür zu liefern, was Engagement, Ideenreichtum, Kompetenz und Energie Einzelner auf der Welt bewirken können.
Muhammad Yunus: Social Business - von der Vision zur Tat. Hanser Verlag, 274 Seiten, Euro 20,50 Euro.