
(hb) Das neue Buch Walter Sonnleitners, an den sich wohl jeder fernsehende Österreicher erinnert, ist ein absolutes Muss. Freilich nur für jene, denen das traurige Schicksal droht, das im Lauf eines Lebens verdiente Geld vor ihrem Tod nicht mehr ausgeben zu können. Das Sparen für die Kinder lässt er als Lösung dieses Problems nicht gelten, weil die mit dem Geld früher viel mehr hätten anfangen können. Auch das rechtzeitige Verschenken von Geld zähle ja zu den sinnvollen, Freude bereitenden Ausgaben. Sonnleitner preist also den Nullsaldo als das leider allzu leicht zu verfehlende Ergebnis einer geglückten finanziellen Lebensplanung. Sein Buch ist eine nette Mischung von Lebens- und Geldratgeber, es enthält manche alte Weisheit und manchen nicht ganz neuen Tipp für die Zielgruppe. Die aber sind strikt all jene, die ein bisschen mehr als genug haben. Die minimale Voraussetzung für eine lohnende, genussvolle Lektüre dieses Buches dürfte mit einigen Tausend Euro Pension pro Monat anzusetzen sein.
Walter Sonnleitner: Stirb bankrott! Lebenslange Finanzplanung. Ecowin Verlag, 256 Seiten, 19,95 Euro.