Roman

Lauter Verrückte

  • Michael Krüger: "Das Irrenhaus" - ein Roman über Langeweile und Alleinesein - und warum das oft unmöglich ist.

Lesen Sie nicht den inneren Klappentext von "Das Irrenhaus", sonst wissen Sie schon vorher, wie es ausgeht und erfahren bei der Lektüre nachher kaum noch etwas inhaltlich Neues mehr! Michael Krüger konzentriert sich nämlich in seinem Roman aus der Perspektive eines Ich-Erzählers, der unverhofft zum Hausbesitzer wird und inkognito unter seinen... weiter





Literatur

Von Ecken, Haken und Schleifen

  • Der Pädagoge und Philosoph Martin Bolz hat eine historisch und sprachkundlich interessante Lese-Fibel über deutsche Schriftarten verfasst.

Hand aufs Herz, wer schreibt heute noch in Kurrentschrift und nimmt zuweilen ein in Fraktur gedrucktes Werk zur Hand? Die nur mit Mühsal lesbaren, gezackten, hütchenähnlichen Kleinbuchstaben "e, m, n, w" usw. haben Generationen von Schülern zur Verzweiflung gebracht. Und die schwer unterscheidbare Groß- und Kleinschreibung (etwa bei D und K... weiter




Literatur

Beamter mit blühender Fantasie

  • Ludwig Lahers amüsanter, aber eher flacher Roman "Überführungsstücke".

Oskar Brunngraber verbringt als bayerischer Justizverwaltungsinspektor den Großteil seiner Arbeitstage alleine in der Asservatenkammer. Der österreichische Schrifsteller Ludwig Laher liefert mit "Überführungsstücke" das Porträt eines launigen Bilderbuchbeamten, der zufrieden mit seinem Beruf ist und sich mittels blühender Fantasie... weiter




Feine Beobachterin: Anna Weidenholzer. - ©Otto Reiter

Literatur

Märchen mit Bodenhaftung2

  • Anna Weidenholzer entwirft einen surreal anmutenden Erzählkosmos, um den Bedingungen des Glücks nachzuspüren.

Es ist seltsam, aber ausgerechnet das Glück ist eine höchst beliebte Kategorie in unserer technisierten-digitalen Welt - ein Gefühl, das durch und durch subjektiv und nur schwer zu quantifizieren ist. Im jüngsten "Weltglücksbericht" der Vereinten Nationen belegt Österreich immerhin Rang12, knapp hinter Israel... weiter




Literatur

Ehrenbuch der Emigration1

  • Fred Hellers einfühlsamer Erzählband "Das Leben beginnt noch einmal".

Lang ist die Liste der Autoren, die von erzwungener Wanderschaft ein Lied zu singen wissen. Sie sind Teil einer globalen Schicksalsgemeinschaft, die den Verlust der kulturellen Heimat, die Härten des Neustarts in der Fremde zu verkraften haben - und den Kampf mit den eigenen Illusionen. Das Los des Exils war auch dem jüdischen Autor Fred Heller... weiter




Literatur

Bye, bye Budapest

  • "Der Weg der Wünsche" von Akos Doma

An Misis achtem Geburtstag hatte sich die ganze Budapester Verwandtschaft an der festlich gedeckten Kaffeetafel unter den Kirschbäumen eingefunden. Misis Schwester, die vierzehnjährige Bori, spürte, dass ein Geheimnis in der Luft lag. Nach einer Degradierung ihrer Mutter Teréz, die diese ihrer Weigerung der Partei beizutreten zuschrieb... weiter




Literatur

Humane Utopie

  • Politische Essays und Reden von Stefan Zweig 1932.1942.

Stefan Zweig ist als Romancier nach wie vor weltbekannt. Auch seine historischen Miniaturen "Sternstunden der Menschheit" werden noch immer gern gelesen. Nun ist ein schmaler Band erschienen, der Zweig als tagespolitischen Kommentator und Redner zeigt - in einer Zeit, die wahrhaftig keine Sternstunde der Menschheit gewesen ist... weiter




Literatur

Verschlossener Brief, geöffnete Herzen

  • Das französische Autoren-Duo Anne-Laure Bondoux und Jean-Claude Mourlevat treibt in seinem E-Mail-Roman ein Spiel mit Spannung und Sprache, das sich aber doch sehr vieler Klischees bedient.

Ein Schriftsteller bekommt ein dickes Kuvert zugeschickt. Er vermutet, es sei ein Manuskript, und lässt die Briefsendung verschlossen, weil er prinzipiell keine unverlangt an ihn gesandten Manuskripte liest. So weit, so glaubwürdig. Da auf dem Kuvert nur eine Mail-Adresse angegeben ist, bittet er die Absenderin um ihre Postadresse... weiter




Böses Denken manifestiert sich in Terror und Tugend-Terror, sagt Bettina Stangneth. - © apa/afp/Doug Kanter

Sachbuchkritik

Die Systeme des Bösen2

  • Die Philosophin Bettina Stangneth über "Böses Denken" als den Urgrund des Terrors.

Die Empörung war groß, als Immanuel Kant vor 224 Jahren feststellte, der menschlichen Natur wohne das "radikal Böse" inne. Der Aufbruchsoptimismus der Aufklärung war empfindlich gestört. Einen "Alleszermalmer" nannte der Philosoph Moses Mendelsohn seinen Königsberger Kollegen. Was Kant den Zeitgenossen mit seinem Urteil über die Gefährlichkeit der... weiter




Literatur

Das kongolesische Herz der Finsternis2

  • Der mitreißende, hochmusikalische Roman "Tram 83" von Fiston Mwanza Mujila.

Das Tram 83 ist eine brodelnde Bordellbar inmitten von Stadtland, einer fiktiven afrikanischen Stadt, und hier treffen sich allabendlich alle, die "an nichts als an Leibeswohl und Leibesfreuden" denken. Zu Livemusik wird gegrillter Hund verspeist, auf den gemischten Toiletten gevögelt und gesoffen, was das Zeug hält... weiter




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