Roman

Ein Weihnachtskobold

  • Raymon A. Scofield: "Das Weihnachtswunder von Old Nichol" - wie sich zwei irische Waisenkinder in der Londoner Gosse durchschlagen.

Das Londoner East End, mutmaßlich im 19. Jahrhundert: Zwei irische Waisenkinder sind bei einem dubiosen Apotheker untergekommen, nachdem ihre Tante gestorben ist. Und war ihre Lage als Iren zuvor schon nicht rosig, so ist sie jetzt geradezu katastrophal. Zumal der Apotheker spitzbekommen hat, dass die verstorbene Tante an einer geheimen Repetur... weiter





Verweht Gewissheiten: Linus Reichlin. - © Susanne Schleyer

Literatur

Die Übung des Verschwindens5

  • Der Roman "Manitoba", ein melancholisches Kunststück des Schweizer Schriftstellers Linus Reichlin.

Sieben Milliarden Herzen schlagen auf der Erde, manche davon unregelmäßig. Wie das des alten weißen Mannes, der spätnachts in der Stille der Prärie Herzpulver schluckt. Seit Karl May hat kein europäischer Autor von Rang mehr eine Figur in den Wilden Westen gestellt. Als Kulisse für Einsamkeit ist die nordamerikanische Wildnis aber erstaunlich... weiter




Literatur

Ein präzise sezierendes Messer

  • Kathrin Röggla legt in "Nachtsendung" die Widersprüche und Bruchstellen unserer Gesellschaft frei.

Es ist ziemlich lange her, dass Kathrin Röggla einen erzählenden Prosaband veröffentlicht hat. Vor sechs Jahren erschien "die alarmbereiten", auf das nun die kleinschriftbefreite Sammlung "Nachtsendung" folgt. Darin enthalten sind 42 Texte im Bereich von einer bis über 20 Seiten, die dem folgen, was der Untertitel ankündigt: es sind allesamt... weiter




Literatur

Spekulationen über Marlowe

  • Gerald Szyszkowitz folgt den Spuren des rätselhaften Dramatikers.

Seit eine computergestützte Studie eines internationalen Forscherteams ergeben hat, dass Shakespeare in mindestens 17 von seinen 44 Werken Co-Autoren hatte, und einer davon Christopher Marlowe war, fühlen sich all jene, die diesen Dramatiker schon immer für den eigentlichen Verfasser aller Shakespeare-Stücke (und Sonette) hielten... weiter




Gisela von Wysocki und Theodor W. Adorno in einer Bildmontage. - © Barry Lynch/Suhrkamp (li., klein); Ullstein Bild

Literatur

Atempause der Wirklichkeit

  • Die deutsche Autorin Gisela von Wysocki, ehemals Schülerin von Theodor W. Adorno, bringt uns den Philosophen aus origineller Roman-Perspektive näher.

Man kann sich das heute nicht mehr so recht vorstellen: Ein Philosoph, äußerlich eher unscheinbar, tritt in vollen Sälen auf, und man hört ihm gebannt zu, auch oder gerade weil manches, was er in pointierter Rede anbietet, nicht unmittelbar einleuchtend ist. Theodor W. Adorno, der an der Universität Frankfurt lehrte... weiter




Das Geheimnis der Schwimmerin von Erika Swyler - © (c) Verlagsgruppe Random House GmbH, Muenchen

Roman

Die Angst vor dem 24. Juli1

  • Erika Swyler: "Das Geheimnis der Schwimmerin" - eine Familiensaga über Tarot, Wanderzirkusse, den Tod und die Liebe.

Simon Watson ist Bibliothekar – und sein Job (den er im Verlauf des Romans verliert) hilft ihm dabei, einem dunklen Familiengeheimnis auf die Spur zu kommen. Seit dem 18. Jahrhundert nämlich sind die Frauen in seiner Familie im Wasser gestorben, und zwar immer an einem 24. Juli. Und die Uhr tickt, denn Simons Schwester Enola... weiter




Jugendbuch

Interreligiöses Großstadt-Abenteuer

  • Eva Lezzi: "Die Jagd nach dem Kidduschbecher" - eine Jüdin und eine Muslima auf gemeinsamer Mission.

Die 13-jährige Rebekka und die gleichaltrige Samira sind beste Freundinnen. Und den beiden Berliner Teenagern ist dabei völlig egal, dass die eine Jüdin ist und die andere Muslima - bis plötzlich der alte Kidduschbecher, ein Erbstück aus Vor-Holocaust-Zeiten, aus der Wohnzimmervitrine von Rebekkas Eltern verschwindet und Samira von diesen... weiter




Literatur

Wiener Prinz4

  • Antoine de Saint-Exupérys Held in Mundart übersetzt.

Das Wienerische ist eine Form des Mittelbairischen, getönt durch einen bunten Schatz an fremdsprachlichen Einflüssen. Das Jiddische und das Französische, das Tschechische, Italienische oder auch das Ungarische haben das Idiom der einstigen Residenzstadt kräftig mitgeprägt. Neben seinem kreativen Multi-Kulti-Wortschatz und seinem gedehnt-weichen... weiter




Literatur

Hauchzartes Gewebe1

  • Terézia Moras preisgekrönter Erzählband "Die Liebe unter Aliens".

Es bleibt viel offen in den Geschichten, die Terézia Mora erzählt. Feinsinnig spannt sie in ihrem Erzählband "Die Liebe unter Aliens" ein Netz um ihre Figuren, die so filigran wirken, wie die Erzählungen selbst. Moras Sprache ist nüchtern, doch nicht unpoetisch. Themen wie Einsamkeit, Verlust oder Identitätskrisen ziehen sich durch das Geschehen... weiter




Die öffentliche Verwaltung und Beamte als tragende Säulen der Demokratie... - © Cartoon: Jugoslav Vlahovic

Beamte

Die unterschätzten Beamten25

  • Die öffentliche Verwaltung wird heutzutage vor allem zum Thema, wenn von Einsparungen die Rede ist. Dabei ist eine funktionierende Administration ein wesentlicher Garant für die Demokratie.

Wiederholt sich die Geschichte? Bereits Max Weber hatte festgestellt, dass der Untergang des antiken Römischen Reichs nicht etwa durch die Völkerwanderungen, den luxuriösen Lebensstil der Eliten oder durch Wirtschaftskrisen hervorgerufen wurde, sondern erst dadurch, dass das besoldete Beamtentum abgebaut worden ist... weiter




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