• vom 08.07.2011, 14:07 Uhr

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Update: 21.11.2011, 15:45 Uhr

Rezension

Ziegelwagner, Michael: Café Anschluss




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Von Jeannette Villachica

  • "Ösi" in Frankfurt

Michael Ziegelwagner zieht nach Frankfurt am Main in Hessen/Deutschland, um dort eine Stelle beim Satiremagazin "Titanic" anzutreten. Schon während der Zugfahrt fragen ihn deutsche Mitreisende, wie er dazu komme: vom schönen Wien ausgerechnet nach Frankfurt zu ziehen!


Er weiß es auch nicht und kultiviert, natürlich auf satirische Weise, von Anfang an sein Heimweh nach dem ungezwungenen Umgang der Österreicher mit ihrer Fremdenfeindlichkeit, nach den gepflegten Friedhöfen und natürlich nach der Schönheit, den kulturellen Schätzen, der Geschichte Wiens. Er lästert über hessische Heiligtümer wie Äppelwoi und Grüne Soße, und er fragt sich, wem denn nun Hitler gehört, und warum die Deutschen ihn, also den Autor, so gern reden hören, obwohl er wenig Begeisterung für den großen Nachbarn im Norden aufbringt. Ziegelwagner macht sich über beide Seiten lustig - und es sich zu einfach, indem er mit Klischees nur spielt.

Michael Ziegelwagner: Café Anschluss. Roman. Atrium Verlag, Zürich 2011, 160 Seiten, 18,60 Euro.




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Rezension, Extra

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Dokument erstellt am 2011-07-08 14:14:02
Letzte Änderung am 2011-11-21 15:45:10



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