
Ernst Bieber ist kein normaler Literat. Bevor er begonnen hat, ganze Bücher zu schreiben, verfasste er diese quasi auf Raten, nämlich als Chronik-Journalist einer großen Wiener Tageszeitung. Der Fundus an teils recht skurrilen Geschichten wuchs im Laufe der Jahrzehnte immer mehr an. Dazu kommt Biebers Hang zum Wein: Der preisgekrönte Hobby-Winzer hat für sein neuestes Buch durchwegs Fälle ausgesucht, die in irgendeiner Weise kulinarisch angehaucht sind. Der im Titel erwähnte "Mord im Kostsalon" etwa ereignet sich inmitten eines alteingesessenen Weinverkoster-Zirkels, wo nach dem üppigen Diner stets um die Wette Wein verkostet wird. Eines Abends jedoch liegt ein Verkoster tot in seiner Trink-Kabine.
In einem anderen Fall muss das Gericht der heiklen Frage nachgehen, ob Hühner imstande sind, im Laufe eines Sommers so viele Trauben von den Rebstöcken eines Nachbargartens zu stehlen, dass so ein ganzer Wein-Jahrgang gefährdet wird. Der Wiener Bieber bringt in seine 22 wahren Geschichten nicht nur jede Menge Fachwissen ein, sondern würzt sie auch mit bodenständigem Lokalkolorit aus seiner südsteirischen Wahlheimat rund um die Bezirkshauptstadt Leibnitz.
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