• vom 09.05.2012, 14:00 Uhr

Bücher aktuell

  • Artikel
  • Kommentare (5)
  • Lesenswert (4)
  • Drucken
  • Leserbrief
  • Empfehlen/Teilen



Verschlungen

Broksch, Ewald: Mr. Rocker Mouse


Von Christina Mondolfo

Wer der titelgebende Mr. Rocker Mouse ist, erfährt man erst gegen Ende des Buches - obwohl, eine Ahnung, wer das ist, hat man bald. Und dass der Killer, der da am Anfang des Buches vorgestellt wird, etwas mit Mr. Rocker Mouse zu tun hat, weiß man auch rasch. Beide sind aber nur die Klammer, die quasi die Mitte zusammenhält oder sie genaugenommen erst ermöglicht. Denn auch wenn der erste Eindruck der eines Krimis ist, erweist sich "Mr. Rocker Mouse" als Psychogramm einer Familie, deren Grundfeste durch den Tod der Tochter bzw. Schwester schwer erschüttert ist. Die Eltern geben sich die Schuld am Tod des Mädchens, schütten sich mit Beschäftigung zu, um nicht nachdenken zu müssen, und vergessen dabei auf ihren Sohn Jonny. Der wiederum hat sich die Aufgabe gestellt, seinen besten Freund vor dem Killer zu retten, der durch die Stadt Crumble zieht. Hat man sich erst an Ewald Brokschs ungewöhnliche Beistrichsetzung und seine manchmal hastig wirkende Sprache gewöhnt, taucht man gerne ein in sein kleines Universum menschlicher Abgründe. Auch wenn die Spuren (zu) deutlich ausgelegt sind, bleibt man trotzdem gerne in der Geschichte, folgt den Alpträumen des Vaters und erlebt die Katharsis, die einem Tonband zu verdanken ist. Ein interessantes Beispiel neuer Literatur.

Werbung

Ewald Broksch: Mr. Rocker Mouse; arovell; 12,90 Euro

Artikel erschienen am 4. Mai 2012 in: "Wiener Zeitung", Beilage "Wiener Journal", S. 46



5 Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)



Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-04-30 14:14:03


Französischer Text wurde aus Sprechblase entfernt

Flämischer Politiker wütet gegen Comic

Schuiten - Zeichnung: François Schuiten, Collage: WZ Online Der Sprachenstreit zwischen Flamen und Wallonen in Belgien wird von Politikern jetzt auch auf Comics übertragen. Auf Veranlassung eines flämischen... weiter




Von Disney bis Underground

"Gratis-Comic-Tag" am 11. Mai

20130510Die Simpsons - Der Film - APAweb/dpa Berlin. Beim Gratis-Comic-Tag werden am Samstag (11. Mai) in Deutschland, Österreich und der Schweiz rund 300.000 kostenlose Hefte verteilt... weiter



Werbung




Beliebte Inhalte



Unvorstellbare Grausamkeit sollen Gottfried Helnweins Arbeiten oft erklären. - Julia Stix
  • Der Künstler über Mangel an Charisma, Kunst als Trophäe und ordinäres Wienerisch.
  • weiter

Hier wird vereint, was vor ein paar Jahren für Kopfschütteln sorgte. - Mazak
  • Am 23. Mai eröffnet die Wohngemeinschaft offiziell ihre Pforten.
  • weiter

Emmelie de Forest holt den nächsten Song Contest nach Dänemark. - APAweb / AP / Alastair Grant
  • Emmelie de Forest setzte sich mit "Only teardrops" gegen 25 Konkurrenten durch.
  • weiter

"Insgesamt gehe ich gelassener an die Arbeit" : Burgschauspielerin Johanna Wokalek. - A. Urban
  • Johanna Wokalek über Abhängigkeit, ungestüme und entspannte Lebenszeiten.
  • weiter

Volksschulwand vorher (links) und nachher (rechts) - Bild: Andreas Praefcke An einer Volksschule in Wien mussten nach dem Protest der Mutter einer Schülerin die Kreuze in allen Klassenzimmern entfernt werden...weiter

Reinhard Göweil In Tirol liebäugelt die ÖVP-Führung mit einer Koalition mit den Grünen. In Salzburg geht sich das zwar rechnerisch nicht aus...weiter

  • Der Streit um religiöse Symbole ist ein Nebenschauplatz
  • weiter

"Bevor uns das Rohöl ausgeht, geht uns das Wasser aus" , ist Brabeck-Letmathe überzeugt. - dpa
  • Spitzenmanager über Europas Defizite und emotionale Debatten.
  • weiter





Frankreich: Amandine Bourgeois - "L'enfer et moi"

Der Teil einer Installation des pakistanischen Künstlers von Imran Qureshi im Metropolitan Museum in New York. Die letzten Stufen werden noch eingekleidet, und dann kanns los gehen:

20.5.2013: Ein tibetischer Mönch hält ein Schild neben einem Plakat, das Gedhun Choekyi Nyima, den elften Penchen Lama zeigt, der vom Dalai Lama anerkannt wird. Noch herrscht auf der Croisette vor dem Palais des Festivals in Cannes die Ruhe vor dem Sturm.

Werbung