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Barista ermittelt

Malvaldi, Marco: Die Schnelligkeit der Schnecke


Von Monika Jonasch


© Piper © Piper

Massimo aus der Bar Lume im verschlafenen italienischen Örtchen Pineta ist wieder in Sachen Mord unterwegs. Bei einem Kongress im nahen Hotel stirbt ein japanischer Professor. Die Polizei ist wie immer hilflos, also beginnt Massimo nachzudenken: über Motive, Meinungen und Machtspielchen innerhalb der wissenschaftlichen Gemeinschaft. Im Gegensatz zur Polizei kommt er dabei auf eine höchst erstaunliche Idee. Wieder mit dabei und eine Bereicherung fürs Lokalkolorit: die vier Alten, die die Bar Lume täglich frequentieren. Sie kommentieren das Geschehen auf ihre eigene, höchst vergnügliche Art, z. B.: "Uaierless. Das ist Englisch, Ampelio. Es heißt drahtlos." - Das macht doch so richtig Spaß! Die Lösung des Falles wird hier natürlich nicht verraten, sicher ist jedenfalls: Massimo ist schließlich auf der richtigen Spur. Und alle anderen Bewohner von Pineta freuen sich über die Action, den Tratsch und die Bereicherung ihres kleinstädtischen Alltags. Was den Titel betrifft, bleibt er ein Rätsel, obwohl er gut klingt, wie so mancher andere italienische Titel in deutschen Verlagen. "Ein Spiel mit drei Karten" lautet er im Original. Und das macht wirklich mehr Sinn. Dennoch: Das Buch ist sicher als Urlaubslektüre zu empfehlen, aber auch einfach ein guter Krimi mit ansprechend geschmackvoll aufbereitetem, typisch italienischem Drumherum. Ein echtes Lesevergnügen!

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Marco Malvaldi: Die Schnelligkeit der Schnecke. Ein Toskana-Krimi. Piper; 9,30 Euro

Artikel erschienen am 18. Mai 2012 in: "Wiener Zeitung", Beilage "Wiener Journal", S. 46



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Dokument erstellt am 2012-05-21 20:35:05


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