
Die Märkte und die Politik haben versagt, die Märkte auf eine Art, "wie es nach traditioneller ökonomischer Theorie nicht hätte möglich sein dürfen": für einen neoliberalen Hardliner wie den langjährigen Chefvolkswirt der Deutschen Bank Norbert Walter ein bemerkenswertes Eingeständnis.
In ihrem Buch "Wer soll das bezahlen?" finden er und sein Koautor Jörn Quitzau auch überraschend freundliche Worte für John Maynard Keynes und die konjunkturpolitische Bedeutung des Sozialstaats. Und wenn sie für die Schuldenpolitik, unter deren Folgen die Staaten stöhnen, auch harte Worte finden, zeigen sie doch überraschendes Verständnis für die Zwänge, unter denen diese Schuldenberge entstanden sind.
Ihre Vorschläge für ein geordnetes Insolvenzverfahren von Staaten klingen vernünftig. Mit vielen ihrer "Antworten auf die globale Wirtschaftskrise" rennen sie offene Türen ein. Wie so viele Ökonomen wirken auch sie angesichts des Versagens der etablierten Theorien ratlos. Auf die Idee, das nötige Wachstum in den Industriestaaten könnte ausbleiben, da es sich dort schon totgelaufen hat, kommen auch sie nicht.
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Berlin. Beim Gratis-Comic-Tag werden am Samstag (11. Mai) in Deutschland, Österreich und der Schweiz rund 300.000 kostenlose Hefte verteilt...
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