Ein Mann, eine Frau, ein Zwiegespräch, im Hochsommer. Das neue Stück von Peter Handke ist ein Spiel, dessen genaue Regeln nur der Autor und seine beiden Akteure kennen. Eine Prämisse ihres Gesprächs lautet: "Keine Handlung, nur Dialog", weswegen anzunehmen ist, dass sich das Stück erst auf der Bühne vollkommen entfaltet.
Regisseur Luc Bondy hat es jüngst mit zweifelhaftem Erfolg für die Wiener Festwochen inszeniert. Immer wieder bezieht sich der Text auf andere Dramen, stellt Verbindungen her. In Handkes Text reden ein Mann und eine Frau über letzte Dinge, stimmen Ewigkeitsthemen an und verhandeln das Leben und die Liebe; das eine Mal hochpoetisch, das andere Mal verquast. Eine Gesprächstherapie. Ein Apfelzaubermärchen. Eine Halluzination in Worten. Sehr leicht, sehr schwer.
Peter Handke: Die schönen Tage von Aranjuez. Ein Sommerdialog. Suhrkamp Verlag, Berlin 2012, 70 Seiten, 13,40 Euro.
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