Das Böse stürzt in einen "dieser großen atlantischen Tage": Im bretonischen Pont Aven wird ein Hotelier ermordet. Sein Haus bot einst Malern der legendären "Schule von Pont Aven", allen voran Paul Gauguin, Logis. Manche zahlten mit Gemälden, deren Kopien nun das Hotel tapezieren. Die Entdeckung eines unbekannten Gauguin von Millionenwert verleiht dem Wort Ver-häng-nis eine völlig neue Bedeutung - und dem lokalen Kriminalfall eine nationale Dimension.
Wie sein Autor Jean-Luc Bannalec (Pseudonym eines bretonisch-rheinländischen Anonymus), trägt auch Kommissar Dupin das magische Küsten- und Keltenland des Finistère im Herzen. Bald gerät das aus Paris versetzte Raubein ins politisch/mentale Kräftediagramm von Zentrum und Provinz, und in den Bann der feenhaften Kunsthistorikerin Morgane.
Gepflegter Suspense, feinsinnige Skizzen von Land und Leuten wie eine kräftige Dosis Kunstgeschichte machen dieses Buch zum puren Lesevergnügen.
Jean-Luc Bannalec: Bretonische Verhältnisse. Kriminalroman. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2012, 302 Seiten, 15,50 Euro.
Der Sprachenstreit zwischen Flamen und Wallonen in Belgien wird von Politikern jetzt auch auf Comics übertragen. Auf Veranlassung eines flämischen...
weiter
Berlin. Beim Gratis-Comic-Tag werden am Samstag (11. Mai) in Deutschland, Österreich und der Schweiz rund 300.000 kostenlose Hefte verteilt...
weiter