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Schmerz & Provence

Asher, Bridget: Die Provence-Kur für gebrochene Herzen


Von Monika Jonasch


© Verlagsgruppe Random House GmbH, Muenchen © Verlagsgruppe Random House GmbH, Muenchen

Manchmal ist es der Schauplatz einer Geschichte, der ihren Reiz erhöht. In der Provence heilen nämlich sogar gebrochene Herzen, wie jenes der Zuckerbäckerin Heidi, die ihren Mann bei einem Autounfall verloren hat. Antriebslos versucht sie sich als alleinerziehende Mutter von Tag zu Tag durchzuschlagen, hat aber Lebensmut und Perspektiven eingebüßt, treibt hilflos zwischen ihren Erinnerungen und den Anforderungen des Alltags herum. Da schlägt ihr ihre Mutter vor, das Haus der Familie in der Provence zu renovieren. Um diese beschauliche Bleibe ranken sich eine Reihe romantischer Liebesgeschichten. Heidi macht sich mit ihrem verstörten Sohn Abbot und ihrer Schwägerin Charlotte auf den hindernisreichen Weg in den französischen Süden, entdeckt allerlei Erinnerungen an ihre Kindheit und verliert erst einmal alles. Und dann muss sie neu anfangen, alles neu aufbauen und Schritt für Schritt werden Haus und Seele wieder hergestellt. Auch wenn Geschichten von gebrochenen Herzen heute vielleicht nicht mehr im Mainstream liegen, diese kann man sich durchaus zu Gemüte führen. Mit Heidi begibt sich der Leser hier auf eine weite Reise, nicht nur über den Atlantik, von den USA nach Frankreich, sondern auch auf die Suche nach guten Gründen, am Leben zu sein. Romantisch, geradezu herzzerreißend, aber weder kitschig noch zu sehr auf der Tränendrüse, präsentiert sich hier die Geschichte eines Neuanfangs. Eine sympathische, wenn auch anfangs entsetzlich traurige Protagonistin, die jedoch nie wehleidig "rüberkommt", macht dieses Buch durchaus lesenswert. Eine Empfehlung für echte Romantiker.

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Bridget Asher: Die Provence-Kur für gebrochene Herzen. Goldmann; 9,30 Euro

Artikel erschienen am 29. Juni 2012 in "Wiener Zeitung", Beilage "Wiener Journal", S. 46



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Dokument erstellt am 2012-06-26 19:11:06


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