Dorfgeschichten: Wenn das Wort fällt, ziehen die zeitgenössischen Germanisten und studierten Literaturkritiker (sofern sie den altösterreichischen Ausdruck noch verstehen) ein Schnoferl; ansonsten rümpfen sie eben die Nase und dekretieren: Dorfgeschichten. 19. Jahrhundert. Eher unerheblich. Eigentlich Kitsch.
Mitnichten. Wenn nämlich, wies heißt, die Welt nur ein Dorf ist, dann ist ein Dorf das kleine Abbild der großen Welt. Und so ein Bild zeichnet der Wiener Schauspieler Herbert Lederer, der sich vor Jahrzehnten einen Zweitwohnsitz "am Land" eingerichtet hat, von dem burgenländischen Ort seiner Herzenswahl. Er versammelt in einem dankbaren Erlebnis-Bericht etliche Anekdoten, Charakterstudien, Naturimpressionen, besondere Ereignisse der alten und jungen Dorf-Geschichte.
Das Büchlein gibt den Blick eines außerordentlichen Insiders auf ein ländliches Gemeinwesen wieder, das sich dem hospitierenden Städter freilich nie restlos öffnet, nie völlig zu erkennen gibt. Kurzum, wie der hier geborene Werner sagt: "insa dorf is ja leicht zu überschauen, aber sehr, sehr schwer zu begreifen, woaßt!"
Mitte der 50er Jahre war George Reeves ein Superstar. Jedes Kind kannte ihn, weil er zwischen 1952 und 1958 in 104 Folgen der TV-Serie "Superman -...
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