
Wie wird aus einem deutschen Normalo-Jugendlichen, den die Schule anpisst, ein fundamentalistischer Selbstmordattentäter? Agnes Hammer ist dieser Frage nachgegangen und hat - auf der Spur realer Ereignisse, aber letztlich doch fiktiv - den Weg eines deutschen Konvertiten vom ersten Moscheebesuch bis zum Attentat nachgezeichnet. Drei Personen - der Konvertit Max, seine Schwester Paula und der Verfassungsschützer Kemper - erzählen ihre jeweiligen Sichtweisen. Und die zeichnen ein Gesamtbild, das vielleicht nicht echte Panik, aber zumindest das Gefühl auslösen sollte, dass diese Gesellschaft doch besser auf sich achten sollte. Sehr spannend, sehr lehrreich.
Agnes Hammer: Regionalexpress; script5; 13,40 Euro
Artikel erschienen am 13. Juli 2012 in "Wiener Zeitung", Beilage "Wiener Journal", S. 30
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