
Paula ist eine Aussteigerin, die sich mit ihrem Gartenbaubetrieb eine vermeintlich ruhige Nische im Leben einer US-Kleinstadt gefunden hat. Dennoch muss sie immer wieder mysteriöse Fälle lösen und hat sich daher bereits einen Ruf als Hobby-Detektivin erworben (Das vorliegende Buch hat bereits Vorgänger...).Und dann verschwindet die reiche Caroline Sturgis, die sich gerade noch an Paulas Unternehmen beteiligen wollte. Als Paula unter Verdacht gerät, beginnt sie nachzuforschen und entdeckt, dass Caroline seit zwanzig Jahren unter falscher Identität gelebt hat. Die dunkle Vergangenheit hat sie aber letztlich offensichtlich eingeholt. Es geht um viel Geld, um ehemalige Freunde, die womöglich nun Feinde geworden sind. Paula gerät in die Schusslinie. "Manche Blumen sind nicht das, was sie zu sein scheinen. Und manche Menschen auch..." lautet ihr Credo, mit dem sie den Fall schließlich löst. Ein Gartenkrimi? Eher nicht, vielmehr ein Krimi, in dem zufällig eine Gärtnerin die Ermittlerin spielt. Ein bisschen Binsenweisheiten, ein paar Überraschungen, aber viel Chaos im Aufbau der Handlung. Bis diese in Schwung kommt wird man halt mit Gärtnerischem vertröstet. Ein wirklich guter Lektor hätte aus diesem Werk mehr machen können. So ist es halt ... unterhaltsam.
Rosemary Harris: Das grüne Versteck. Thiele; 18 Euro
Artikel erschienen am 3. August 2012 in: "Wiener Zeitung", Beilage "Wiener Journal", S.30
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