
In ihrem Buch "Verbotenes Universum" spricht Britzen von "vielen neuen Puzzleteilen", die der Suche nach "dem großen Ganzen" im Universum neue Dringlichkeit verleihen. Sie holt für ihre Darstellung 200 Jahre aus und geht bis zu John Mitchell zurück, der im Jahr 1784 zum ersten Mal vermutete, dass Lichtteilchen durch Gravitation angezogen werden wie Himmelskörper und dass es daher im All unsichtbare Körper geben könnte, aus deren Gravitationsfeld kein Licht entkommen kann. Von dort ist es natürlich ein weiter Weg bis zur Entdeckung Schwarzer Löcher inmitten der altbekannten Milchstraße, das auf den aparten Namen "Sgr A*" hört, gesprochen: Sagittarius A Stern. Und ein noch weiterer bis zum Nobelpreis für Physik im Jahr 2011, der Saul Perlmutter, Brian Schmidt und Adam Riess verliehen wurde für ihre Analyse der Supernovae vom Typ Ia, aufleuchtenden, explodierenden Sternen im letzten Stadium. Aus diesen Studien ergab sich der Schluss, dass "72 Prozent der Masse/Energie des Universums" aus dunkler Energie bestehen, wozu noch etwas 23 Prozent dunkler Materie" kommen. "Damit besteht unser Universum zu 95 Prozent aus einer dunklen Komponente, deren physikalische Natur die Wissenschaft zurzeit nicht kennt" und über die Silke Beitzen so viel wie möglich Material allgemein verständlich präsentiert.
Silke Britzen: Verbotenes Universum. Die Zeit der Schwarzen Löcher, Goldegg Verlag Wien 2012, 270 Seiten
Artikel erschienen am 10. August 2012 in: "Wiener Zeitung", Beilage "Wiener Journal", S. 9
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