Was ist realer, wahrer: Das, was Touristen in aller Welt vor Ort sehen, oder das, was wir zu Hause in Reportagen oder Dokumentationen über ferne Länder lesen bzw. sehen? Bestätigen wir unser Bild nicht nur, wenn wir reisen?
In Rayk Wielands Roman "Kein Feuer, das nicht brennt" erzählt ein Reisereporter, der nicht reist, warum er dies nicht tut. Früher, in der DDR, da hätte es ihn gereizt, aber seit nun die Grenzen offen sind . . . Seine Reportagen erfindet er, bis er auffliegt. Hierauf verliert er seinen Job - und tritt schließlich doch seine erste Reise an. Eine Satire über unsere Reisewut also. Wieland stellt die Fragen: Was suchen wir in der Ferne? Und was haben wir da eigentlich zu suchen?
Rayk Wieland: Kein Feuer, das nicht brennt. Roman. Kunstmann Verlag, München 2012, 156 Seiten, 17,40 Euro.
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