Wenn die namenlose Haushälterin in Yoko Ogawas inspirierendem, leichten, amüsantem Roman "Das Geheimnis der Eulerschen Formel" einkaufen ging, achtete sie darauf, innerhalb einer Stunde und zwanzig Minuten zurück zu sein. Denn wenn "ich mich verabschiedete und nach einer Stunde und achtzehn Minuten heimkehrte, wurde ich herzlich begrüßt, waren es eine Stunde und zweiundzwanzig Minuten, dann war das Erste, was ich zu hören bekam: Was für eine Schuhgröße haben Sie?" Das Kurzzeitgedächtnis ihres Dienstherrn reichte nämlich genau 80 Minuten zurück. Zudem war der frühere Mathematik-Professor nur an Zahlen interessiert. Indem er die Haushälterin und ihren Sohn in seine Welt einführt, erhält der Leser einen anschaulichen Einblick in die Schönheit der Primzahlen und mathematischer Beweise und lernt, dass Teiler manche Zahlen freundschaftlich verbinden.
Yoko Ogawa: Das Geheimnis der Eulerschen Formel. Roman. Aus dem Japanischen von Sabine Mangold. Verlagsbuchhandlung Liebeskind, München 2012, 250 Seiten, 18,90 Euro.
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