Mord oder Selbstmord? An sich schon eine schwierige Frage. Noch komplizierter wirds, wenn die Geographie dazu kommt. In Wien, Linz oder Salzburg ist die Sache meist bald klar. Anders in der Wienerwaldgemeinde Gaaden, wohin Peter Glanninger, selbst ehemaliger Polizist, die Handlung seines ersten Romans verlegt. In Gaaden also wird die Leiche einer jungen Frau gefunden. Alles deutet auf Selbstmord hin. Der junge Polizeischüler Koster wird auf den Fall angesetzt. Er soll ihn möglichst bald zu den Akten legen, schließlich wird er auf der Schnellstraße 11 gebraucht, um Verkehrssünder zu ahnden. Doch der ambitionierte Jungpolizist hat seine Zweifel, verstrickt sich immer tiefer in den Fall - und hält die Akten trotz zahlreicher lokalpolitischer Hindernisse offen. . .
Auf eine Fortsetzung von Peter Glanningers überzeugendem Debüt darf man gespannt sein.
Peter Glanninger: Verdacht auf Fremdverschulden. Roman. Edition moKKa, Wien 2012, 224 Seiten, 12,50 Euro.
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