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Update: 11.09.2012, 17:38 Uhr
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Burschen- statt Buberlpartie - Strache und die Braunen


Von Katharina Schmidt

  • Neues Buch über die Verbindungen der Freiheitlichen zu neonazistischen Kreisen.

Wien. Unter Jörg Haider war sie noch die Buberlpartie. Jetzt ist sie die Burschenpartie. Anders formuliert: Haider umgab sich noch mit telegenen, aber weitgehend unideologischen jungen Bewunderern. Als Heinz-Christian Strache im Jahr 2005 die FPÖ übernahm, ersetzte er die Buberlpartie durch "stramme Hardcore-Ideologen aus jenem korporierten Milieu, das sich von den Traditionen des Nationalsozialismus bis heute nicht gelöst hat".

Information

Buchtipp
Hans-Henning Scharsach: Strache - Im braunen Sumpf
Verlag Kremayr & Scheriau, Wien 2012, 336 Seiten, 24 Euro

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Zu diesem Schluss kommt der Publizist Hans-Henning Scharsach, Autor von "Haiders Kampf" und "Haiders Clan", in seinem neuen Buch. "Strache - im braunen Sumpf" wurde am Dienstagabend im Presseklub Concordia vorgestellt. Zwei Jahre lang hat der Autor recherchiert, um mit akribischer Genauigkeit - belegt durch mehr als 1100 Fußnoten und juristisch überprüft - die personellen und institutionellen Querverbindungen der Strache-FPÖ zu neonazistischen Kreisen aufzuzeigen. Es gehe ihm darum, die "Verschmelzung zweier Milieus" innerhalb der Freiheitlichen deutlich zu machen: Einerseits die hochoffiziellen Repräsentanten im Hohen Haus, andererseits "die finstersten Keller einer Unterwelt hasserfüllter rassistischer Hetzer", heißt es im Vorwort zu dem Buch. Seine These von der Verschmelzung der Milieus sieht er darin bestätigt, dass etwa bei Schulungen der rechtsextremen "Arbeitsgemeinschaft für demokratische Politik" (AFP) auch EU-Abgeordneter Andreas Mölzer oder der steirische FPÖ-Chef Gerhard Kurzmann, der 2010 wegen eines Anti-Minarett-"Spiels" für Aufregung gesorgt hatte, referieren. Scharsach erhebt den Anspruch der Aufklärung: Viele der FPÖ-Wähler ließen sich von Strache blenden, ohne zu wissen, wofür er und die FPÖ wirklich stehen. Und er versteht sein Werk als Hilfsmittel für all jene, die etwas "gegen die menschenverachtende Politik der FPÖ tun wollen". Fazit: "Strache kommt aus dem Neonazi-Milieu und hat nichts dagegen getan, dass die Partei in diesem Milieu geblieben ist", sagte Scharsach am Dienstag.

Vorarlberger Ortschef tritt aus FPÖ aus
Unterstützung für diese Ansicht bekam der Autor vom Bürgermeister der Vorarlberger Gemeinde Vandans (Bezirk Bludenz), Burkhard Wachter. Der bekannte Strache-Kritiker kündigte wegen des antisemitischen Cartoons auf Straches "Facebook"-Seite seinen FPÖ-Austritt an. "Die braun angehauchten Untertöne und die menschenverachtenden Äußerungen Straches sind mir übrig", erklärte Wachter in den "Vorarlberger Nachrichten".




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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-09-11 17:26:03
Letzte Änderung am 2012-09-11 17:38:38


Französischer Text wurde aus Sprechblase entfernt

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