Rund um den blinden Fotografen Marijam in Berlin gruppiert Aléa Torik (offenbar ein Pseudonym) ihren bezaubernden Debütroman "Das Geräusch des Werdens" - und um das idyllische Karpatendorf Marginime, mit dem alle Figuren in einem bunten Reigen irgendwie verbunden sind.
In Marijams Erinnerungen fließen die vielen kurzen Geschichten der (ehemaligen) Dorfbewohner zusammen und bilden so ein Bild vom modernen Europa über mehrere Generationen hinweg. Einige Kapitelüberschriften klingen pathetisch, andere zunächst einmal bizarr.
Für die Sinneseindrücke in der Großstadt und im rumänischen Dorf findet die Autorin jedoch eine sehr überzeugende, kraftvolle Sprache. Lesenswert!
Aléa Torik: Das Geräusch des Werdens. Roman. Osburg Verlag, Hamburg 2012, 386 Seiten, 20,60 Euro.
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