Der Kleinstadtroman "Felden. Ein Roman oder Keiner weiß, was wirklich los ist" von Wolfgang Pollanz ist geprägt von skurrilen Typen wie dem Kaffeehausphilosophen und Hypochonder Niewein, dem Chirurgen Mally, dem kauzigen Wissenschafter Treibholtz oder dem extrovertierten Sänger E. der lokalen Rockhelden "Die Riesen", sowie der entsprechenden weiblichen Entourage. Nicht erst, als auch noch ein mysteriöser nackter Mann im Ort auftaucht, zeigt sich, dass es Pollanz weniger um die realitätsnahe Beschreibung eines Kleinstadt(kultur)-Kosmos geht, als viel mehr um ein ambitioniertes literarisches Vexierspiel, das mit unterschiedlichsten Kunst- und Realitätsbegriffen arbeitet . . .
Wolfgang Pollanz: Felden. Ein Roman oder Keiner weiß, was wirklich los ist. edition keiper, Graz 2012, 208 Seiten, 23,90 Euro.
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