• vom 08.10.2012, 16:17 Uhr

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Die Schüsse konnten ihn nicht stoppen


Von Peter Bochskanl

Die Schüsse eines Verwirrten am 12. Oktober 1990 am Ende einer Versammlung im badischen Oppenau verbannten Wolfgang Schäuble für den Rest seines Lebens gelähmt in den Rollstuhl. Doch sie konnten die Karriere des zähen und ehrgeizigen Politikers kaum unterbrechen. "Ohne Politik würde er gar nicht mehr leben", zitiert der "Stern"-Reporter Hans Peter Schütz in seiner zum 70. Geburtstag Schäubles erschienenen Biographie Freunde des Jubilars.

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Der führende Architekt der deutschen Vereinigung, engagierte Europapolitiker und heutige Finanzminister im Kabinett Merkel war Minister des Inneren, Minister für besondere Aufgaben und Chef des Bundeskanzleramtes, Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion und der CDU. Schütz, der Augenzeuge des Attentats war, schildert Erfolge, aber auch Niederlagen Schäubles: den Bruch mit seinem väterlichen Freund Helmut Kohl, von dem er sich in der Spendenaffäre hintergangen fühlte, und die von Merkel wegen FDP-Widerstands wieder zurückgezogene Zusicherung, ihn zum Bundespräsidentschaftskandidaten zu machen.

Der Autor breitet eine bunte Palette von Fakten auch über Schäubles Privatleben aus, die das Lesen zum Gewinn machen. Jedoch ließ er sich zu einer Art Collage seiner vielen "Stern"-Artikel, mit denen er Schäuble hautnah begleitet hat, verleiten, was - wie auch viele Wiederholungen - das Lesevergnügen ein wenig trübt.

Sachbuch

Wolfgang Schäuble -

Zwei Leben

Hans Peter Schütz

Droemer, 317 Seiten, 19,99 Euro




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Dokument erstellt am 2012-10-08 16:23:23


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