Dieses Büchlein ist etwas Besonderes, an sich und für mich. Es enthält Texte des Malers Friedrich Danielis, die er in den 80er- und 90er Jahren im "Wiener Journal" publiziert hat. Als Kulturredakteur dieser Zeitschrift bin ich den Danielis-Texten bereits vor Jahrzehnten begegnet; jetzt, beim Wiederlesen, offenbaren sie aufs Neue ihre Qualität, und zudem aufs Erfrischendste ihre Unveraltetheit.
Friedrich Danielis essayistische Bilder-Betrachtungen weiten sich mit schöner Regelmäßigkeit ins Anschauliche, ja oft ins Welt-Anschauliche. Von seinen bedachtsam erwählten Ausgangspunkten aus (Bilder etwa von Watteau, Liotard, Seurat, Monet, Fragonard, Corot, Bonnard) wandert der kluge und empfindsame Künstler durch die Gründe und Abgründe, Vorder- und Hintergründigkeiten der Kunst, im zweckmäßigen Vertrauen auf die Einsichtskraft seines offenen, aufgeklärten Seh-Sinns.
Friedrich Danielis: Leichter als Licht. Essays. Löcker Verlag, Wien 2012, 127 Seiten, 19,80 Euro.
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