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Update: 17.09.2015, 13:17 Uhr

Einwanderer

Angekommen in Österreich




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Von Peter Bochskanl

  • Fünf eingewanderte Autoren über Flucht, Krieg, Ironie, Entwurzelung, Außenseitertum.

Dimitré Dinev kam 1990 aus Bulgarien.

Dimitré Dinev kam 1990 aus Bulgarien.© WZ/Newald Dimitré Dinev kam 1990 aus Bulgarien.© WZ/Newald

Die Feuilletonchefin der Wochenzeitung "Die Furche", Brigitte Schwens-Harrant, hat ihre Gespräche mit fünf österreichischen Autoren zu einem Band verarbeitet. Das Besondere an der Auswahl der Gesprächspartner: Sie schreiben auf Deutsch, obwohl das nicht ihre Muttersprache ist, über ihr Ankommen in Österreich. Die Erfahrungen ihres "Ortswechsels" hinterlassen Spuren in ihrer Literatur. Ihr Lebensweg und ihr Werk erweisen sich in den Gesprächen als mehr oder weniger eng ineinander verzahnt.

Erfahrungen in Traiskirchen
Der 1968 in Bulgarien geborene Dimitré Dinev floh 1990 nach Österreich; er schaffte 2003 mit seinem Familienroman "Engelszungen" den Durchbruch und schildert hier seine Erfahrungen im Lager Traiskirchen.


Die Südkoreanerin Anna Kim, Jahrgang 1977, lebt seit 1983 mit einer Unterbrechung in Wien und widmet sich den Folgen des Kalten Krieges; 2012 erschien ihr Roman "Anatomie einer Nacht".

Der in Polen aufgewachsene Radek Knapp (*1964) hatte 1994 erstmals Erfolg mit seinem Erzählband "Franio"; 2008 wurde sein Roman "Herrn Kukas Empfehlungen" verfilmt; seine Themen sind die Bedeutung der Ironie und das Ankommen im Literaturbetrieb.

Julya Rabinowich (*1970) kam als Siebenjährige aus Leningrad nach Wien, schrieb zahlreiche Theaterstücke und Romane ("Spaltkopf", "Herznovelle", "Die Erdfresserin") und schildert hier ihre Entwurzelung und ihre Erfahrungen bei der Arbeit mit traumatisierten Flüchtlingen.

Michael Stavaric kam 1979 im Alter von sieben Jahren aus der damaligen Tschechoslowakei nach Österreich; er ist Autor zahlreicher Romane ("stillborn") und beschäftigt sich in dem Sammelband mit der Rolle des Außenseiters und der subversiven Kraft des Erzählens.

Sachbuch

Ankommen

Brigitte Schwens-Harrant

Styria, 208 Seiten, 19,99 Euro




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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2015-09-14 16:02:07
Letzte nderung am 2015-09-17 13:17:05



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