• vom 06.05.2016, 15:58 Uhr

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Sachbuch

Was man schon immer nicht zu wissen brauchte




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Von Edwin Baumgartner

  • Klatsch und Tratsch in neuen Mahler-Briefen.

Wann sind Briefe interessant? So kommt man bei diesem Buch nicht weiter.

Also anderer Ansatz: Gustav Mahler ist immer interessant, zwangsläufig sind auch alle seine Briefe interessant.


Ja, damit geht‘s.

Obwohl sich schon die Frage stellt, ob man wirklich wissen muss, dass Gustav Mahler die Sängerin Laura Hilgermann in einer Sache lang warten ließ und dafür Mitte Jänner 1890 bei ihr um Entschuldigung bittet; oder, dass Mahler seine Geliebte Selma Kurz im Mai 1900 bittet, in die "Zauberflöte" zu gehen, und für den Abend desselben Tages, an dem er den Brief verfasste (hurtig ging die Post in jenen Tagen), ein Gespräch vorschlägt.

Der Mahler-Forscher Franz Willnauer, der Intendant zahlreicher Kulturinstitutionen war, etwa des Bonner Beethovenfestes oder des Schleswig-Holstein Musik Festivals, hat die Briefe aufgespürt und, mit Kommentaren versehen, herausgebracht.

Wenn man die viele Spreu vom wenigen Weizen sondert, bleibt an diesem auch nicht unbedingt Hochwertiges zurück, aber immerhin ein Sammelsurium an Klatsch und Tratsch über und unter Kollegen. Und das, ich gesteh‘s, ist schon amüsant, auch, wenn man das Prickeln, das
man verspürt, als unter Niveau klassifiziert.

sachbuch

In Eile - wie immer!

Neue unbekannte Briefe von Gustav Mahler

Zsolnay, 2016

479 Seiten, 28,70 Euro




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Dokument erstellt am 2016-05-06 16:02:03



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