• vom 18.01.2017, 14:18 Uhr

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Update: 18.01.2017, 14:20 Uhr

Sachbuch

Wie das Lachen zurückkehrte




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Von Mathias Ziegler

  • Iris Fink / Hans Veigl: ". . . und Lachen hat seine Zeit" - Kleinkunst in Österreich 1945 bis 1970.



Heute schon gelacht? Spätestens, wenn Sie das neue Buch von Iris Fink und Hans Veigl in die Hand genommen haben, werden Sie es. Oder besser gesagt: den Wälzer. Denn die Leiterin des Österreichischen Kabarettarchivs und der freischaffende Schriftsteller erzählen auf 475 großformatigen Seiten die Geschichte der Kleinkunst in Österreich von 1945 bis 1970 , zwischen Wiederaufbau und Wirtschaftswunder. In jener Zeit also, in der die heimischen Bühnen sich nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufrappelten und eine neue Hochblüte erlebten. In der jüdischer Humor wieder offen vor Publikum präsentiert werden konnte. In der viele Pointen entstanden sind, die bis heute das Publikum Tränen lachen lassen. Einige davon sind auch in der Monografie nachzulesen, vor allem aber berichtet sie über das Geschick der Bühnen und Personen dieser Zeit, von Friedrich Achleitner bis Bibiana Zeller.

Manches wusste man vielleicht schon, vieles ist dem Leser neu. Und es geht nicht nur um die humoristische Kunst, sondern etwa auch um die Restitutionsfrage beim Wiener Kabarett Simpl oder die Schwierigkeiten, die die Währungsreform den Theaterdirektoren bereitete. Der Band ist auf jeden Fall ein würdiger Nachfolger von Finks und Veigls bereits erschienenen Beiträgen wie "Lachen im Keller" (Kabarett und Kleinkunst in Wien 1900 bis 1945), "Galgenhumor" (über die k.k. Unterhaltungskultur 1914 bis 1918) oder "Verbannt, verbrannt, vergessen und verkannt" (Kurzbiografien verfolgter und vertriebener Künstler 1933 bis 1945).

Iris Fink / Hans Veigl: ". . . und Lachen hat seine Zeit"
Österreichisches Kabarettarchiv
475 Seiten; 39,20 Euro
www.kabarettarchiv.at





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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2017-01-18 14:20:15
Letzte nderung am 2017-01-18 14:20:53



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