• vom 19.03.2017, 14:30 Uhr

Bücher aktuell


Literatur

Liebestanz




  • Artikel
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief




Von Jeannette Villachica




     Als sie sich kennenlernten, hatte sie Georges eingeladen, ihren Wahnsinn mit ihr zu teilen. Später nannte Georges seine Frau niemals länger als zwei Tage bei demselben Vornamen. Ihr Sohn begriff nie, warum, so wie er vieles an seinen Eltern nicht verstand, die voller verrückter Ideen steckten. Seine Mutter siezte alle, sogar ihren Sohn, sein Vater schrieb Bücher, nachdem er genug Geld mit Autowerkstätten verdient hatte.

    Sie führten das Leben von Bohémiens, tranken schon tagsüber, platzten nahezu vor Fantasie - und ihr Haus zu jeder Tageszeit vor Gästen. Sie tanzten fast immer und überall, am liebsten allerdings zu Nina Simones "Mr. Bojangles". Es war eine ungezügelte Liebe, wie aus der Zeit gefallen, angetrieben von einer manisch-depressiven Frau.

    Information

    Olivier Bourdeaut
    Warten auf Bojangles
    Roman. Aus dem Französischen von Norma Cassau. Piper Verlag, München 2017, 160 Seiten, 18,50 Euro.

    Man ahnt, dass die Exzesse in dem Debütroman "Warten auf Bojangles" des Franzosen Olivier Bourdeaut ein böses Ende nehmen. Das Buch des 1980 in Nantes geborenen Autors erhielt zahlreiche Auszeichnungen, führte die Bestsellerliste an und wurde in mehrere Sprachen übersetzt.

    Eine gefühlvolle, aber vorhersehbare Geschichte für Romantiker.





    Leserkommentare




    Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


    captcha Absenden

    * Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


    Dokumenten Information
    Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
    Dokument erstellt am 2017-03-17 12:39:02
    Letzte nderung am 2017-03-17 13:16:37



    Beliebte Inhalte

    Meistgelesen
    1. testament
    2. Postmoderne im Gesicht
    3. Islamophobie ist ein Kampfbegriff
    Meistkommentiert
    1. Islamophobie ist ein Kampfbegriff
    2. testament

    Werbung




    Werbung