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Update: 03.10.2017, 19:32 Uhr

Sachbuch

"Brrrrh", sagte die Katze




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Von Mathias Ziegler

  • Die schwedische Phonetikerin Susanne Schötz bestätigt in "Die geheime Sprache der Katzen" deren Untermieter in ihrem Weltbild.



Hunde haben Herrchen, Katzen haben Personal. Und wehe, wenn die Katze nicht bekommt, was sie sich einbildet. Dann wird gekratzt, gefaucht, gemaunzt. Wenn aber alles gut ist, gibt es ausgiebiges Schnurren, Kuscheln und Kopfreiben.

Soweit so bekannt. Wer aber mit Katzen längere Zeit zusammenwohnt, stellt fest, dass es auch ganz viele Zwischentöne gibt. Nämlich nicht bloß "Miau!", sondern auch "Mimiaaauu!".  Und nicht nur "Brrrrh!", sondern auch "Hrrrhrrr". Und wer wäre besser berufen, all diese Töne zu analysieren und in einem handlichen Buch zusammenzufassen, als eine Phonetik-Professorin? So fällt diese hehre Aufgabe Susanne Schötz zu. Die Schwedin hat in ihrem Haushalt fünf Katzen und irgendwann aus Spaß begonnen, deren Sozialverhalten und vor allem deren Kommunikation näher zu erforschen. Aus Spaß wurde Ernst, und so ist es fast schon eine Wissenschaft für sich, die Schötz begründet hat: "Sie knackt zum ersten Mal den Katzencode", heißt es vollmundig im Klappentext ihres - passend zum Welttierschutztag hier nun vorgestellten Buches "Die geheime Sprache der Katzen".

Nun, ganz so geheim ist diese Sprache natürlich nicht, und wer so wie die Autorin länger mit Katzen zusammenlebt, weiß natürlich ganz genau, was der Stubentiger oder die Samtpfote (je nach Gemütszustand) gerade mit ihren Lautäußerungen sagen will. Aber auch für erfahrene Katzenhalter ist es trotzdem spannend, in den Worten einer Phonetikerin zu lesen, wie denn die kätzische Kommunikation so läuft, sowohl mit den Menschen als auch untereinander. Und dabei gibt es auch noch Tipps, wie man mitreden kann.

Im Grunde genommen liefert Schötz eine kleine Einführung in Katzenhaltung, somit ist das Buch auch für Einsteiger und Neulinge empfehlenswert. Denn auch wenn manche es gerne übersehen: Eine Katze ist eben nicht bloß ein Kuscheltier, bei dem zweimal täglich füttern, Klo ausräumen und ein paar Mal streicheln reicht. Die braucht auch Unterhaltung. Und zwar in ihrer Sprache.

Susanne Schötz: Die geheime Sprache der Katzen
Ecowin; 256 Seiten; 20 Euro





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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2017-10-03 19:30:40
Letzte Änderung am 2017-10-03 19:32:00



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