Literatur

Die Poetisierung der Welt1

  • Peter Handke zelebriert und transzendiert in der Erzählung "Die Obstdiebin" die Reise ins Innere. Am 6. Dezember feiert der Schriftsteller seinen 75. Geburtstag.

Alexia heißt sie eigentlich, die Obstdiebin. Ein Beiname, der ihr blieb nach einer kindlichen Eskapade, als das Mädchen von einem fremden Obstbaum eine schöne Frucht stahl, nein: "stibitzte" in den Worten Peter Handkes. Der Vorfall steht also eher symbolhaft für impulsives Verhalten, für das Verlangen nach dem Schönen und der anarchischen... weiter





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Satireroman

Karibische(r) Schabe(rnack)

  • Joesi Prokopetz: "Kalte Füße in der Karibik" oder wie eine Kakerlake einen Urlaub versaut.

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen. Und wenn diese Reise im tiefsten Winter in die heiße Karibik führt und dabei die aktuelle Nein-nicht-Lebenspartnerin-eher-nebenher-Liebschaft-oder-was-auch-immer mit von der Partie ist, die man eigentlich schon vor Urlaubsantritt schon wieder satt hat... weiter




Weihnachten

Das ultimative Adventbuch

  • Erwin Steinhauer & Fritz Schindlecker: "Fröhliche Weihnachterl - Eine schöne Bescherung"

Wenn zwei Kabarettisten, noch dazu katholisch sozialisiert, gemeinsam ein Buch über die Ankunft des Herrn schreiben, dann ist das nur würdig und recht. Geht es doch darum, die kommenden 24 Tage des Advent möglichst gut hinter sich zu bringen, bis es endlich Weihnachten ist - und was hilft da besser als eine entsprechende Lektüre... weiter




Fantasy-Roman

Die Macht der Schrift

  • Kathy MacMillan: "Feuer und Feder" oder wie man ein Volk unterjocht.

Schreiber und Götter spielen eine wichtige Rolle in Kathy MacMillans Fantasy-Roman, der ganz ohne Magie auskommt  (nur am Schluss greifen die Götter auf wundersame Weise ein, um die Geschichte zum Abschluss zu bringen, da wusste die Autorin offenbar keinen anderen Ausweg - aber das verzeiht man ihr nach mehr als 450 rein weltlichen Seiten gleich... weiter




Literatur

Konferenzbandfalle

Kathrin Röggla ist gewiss eine der interessanten Autorinnen der deutschsprachigen Literatur. Ihr souveräner Wechsel zwischen Drama, Essay, Hörspiel, Prosa und anderen Schreibformen ist mit bemerkenswertem Nachdruck auf ein kritisches Verständnis der Gegenwart ausgerichtet. Auch im akademischen Diskurs hat Röggla Karriere gemacht... weiter




Unverwechselbar im Sound: Geoff Dyer. - © Javier Lizón/efe/picturedesk.com

Literatur

Allumfassende Ziellosigkeit3

  • Der britische Autor Geoff Dyer fasziniert mit seiner assoziativen, abschweifenden Annäherung an Orte und Biografien.

Wenn der Brite Geoff Dyer ein neues Buch vorlegt, kann man ziemlich sicher sein, dass es wenig Ähnlichkeit mit seinen bisherigen Texten hat. Wir verdanken ihm ein paar schräge Romane (etwa "Sex in Venedig, Tod in Varanasi"), eine sehr eigenwillige, ganz wunderbare Studie über Jazz ("But Beautiful"), einen Bericht über einen Aufenthalt auf dem... weiter




Schillernder Exponent der Moderne: Max Ernst (1891-1976). - © Fred Stein Archive/Getty Images

Literatur

Freigeist und Homme à femmes2

  • Der deutsche Schriftsteller Markus Orths legt einen opulenten Roman über das Leben und die Lieben des Künstlers Max Ernst vor.

Der Maler, Zeichner, Bildhauer und Dichter Max Ernst ist einer der wichtigsten Vertreter des Dadaismus und des Surrealismus - und einer der schillerndsten Exponenten der Kunst in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Der 1891 im deutschen Brühl geborene und 1976 in Paris gestorbene, abenteuerlustige Freigeist und Homme à femmes führte ein wildes... weiter




Sachbuch

An der Wurzel des militanten Islam

  • Der ORF-Veteran Friedrich Orter ist noch einmal nach Afghanistan zurückgekehrt. Und er hat mit "Der Vogelhändler von Kabul" einen Abgesang auf ein Land verfasst, das in Krieg, Chaos und Elend versinkt.

"Der Reporter in mir wollte dorthin, ein anderer Teil musste", schreibt Friedrich Orter in seinem schmalen Bändchen "Der Vogelhändler von Kabul", das jetzt im Ecowin-Verlag erschienen ist. Also ist der langjährige ORF-Korrespondent noch einmal nach Kabul geflogen, wo er lange stationiert war und viel gesehen hat... weiter




"Schauspieler des Jahres": Joachim Meyerhoff in "Die Welt im Rücken" im Wiener Akademietheater. - © Christa Fuchs/picturedesk.com

Literatur

Die Wallung der Behauptung

  • Der neuer Roman des vielfach ausgezeichneten deutschen Schauspielers Joachim Meyerhoff erzählt von ersten Engagements und ersten großen Lieben.

Der Regisseur Jan Bosse soll einmal gesagt haben, dass Joachim Meyerhoffs Theaterkunst letztendlich ein Dialog mit den Toten sei. Das könnte man auch seinen Büchern attestieren, die mit vielen Abschieden kämpfen und bei aller Komik immer auch davon sprechen, dass sich seelische Wunden nicht schließen... weiter




Sachbuch

Eine russische Familiensaga

(wt) Am Vorabend des Ersten Weltkriegs liest eine Roma der damals 13-jährigen Großmutter der Autorin dieser jüdisch-russischen Familiensaga, der Historikerin Irina Scherbakowa, aus der Hand. "Dir sind kein Geld und keine großen Reisen vorherbestimmt. Aber du wirst mit deinen Kindern und Enkelkindern Glück haben... weiter




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