• vom 28.10.2013, 16:20 Uhr

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Update: 05.11.2013, 12:08 Uhr
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Sachbuch

Adrowitzer, Roland: Schöne Grüße aus dem Orban-Land


Von Peter Bochskanl

Was meist nur in Berichtsportionen daherkommt, haben zwei journalistische Kenner zu einer bestürzenden Analyse verarbeitet: die Situation in Ungarn, das vom rechtsgerichteten Fidesz-Vorsitzenden Viktor Orban seit 2010 mit der Zwei-Drittel-Mehrheit seiner Partei nahezu autokratisch regiert wird. ORF-Chefreporter Roland Adrowitzer und ORF-Ungarnkorrespondent Ernst Gelegs entwerfen ein detailliertes Bild der Politik Orbans, der die Wahlen 2002 verloren hatte, aber 2010 in das von der sozialistischen Vorgängerregierung Gyurcsány geschaffene Vakuum vorstoßen konnte.

Information

Roland Adrowitzer: Schöne Grüße aus dem Orban-Land. Ernst Gelegs Styria, 208 Seiten, 24,99 Euro.

Seither betreibt er seine populistische Politik: Mit seiner Medienpolitik unterbindet er die Kritik, mit seiner Wirtschaftspolitik gegen die Banken und ausländische Firmen sichert er sich die Zustimmung der Wähler. Hinzu kommen die Missachtung der Menschenrechte und die Gratwanderungen seiner Anti-EU-Politik. Die demokratischen Instanzen schwächt er mit Gesetzen, seine politischen Kritiker sucht er nach Möglichkeit zu entmachten. Schon jetzt kämpft Orban mit allen Mitteln für seinen Sieg bei den Wahlen 2014: Er nimmt die mit der linken Wahlplattform "Gemeinsam 2014" heraufziehende Konkurrenz ernst und lässt deren Hoffnungsträger gemeinsam mit einem verurteilten Mafioso als "Die gemeinsame linke Mafia" plakatieren. Fidesz-Experten arbeiten an einer Änderung der Wahlordnung, die der Partei die Zwei-Drittel-Mehrheit auch mit weniger Stimmen als 2010 sichern soll. Aber auch wenn er dieses Ziel nicht erreicht, kann er bequem mit absoluter Mehrheit weiterregieren, meinen die Autoren.




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